Öffentlicher Raum

Ideen für die „Kulturmeile“

  • Claus-Jürgen Göpfert
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Das Kulturdezernat plant Veranstaltungen zur Zukunft der Innenstadt. Eine öffentliche Debatte ist für den Herbst geplant.

Die Frankfurter City glüht in diesen heißen Sommertagen. Und es wird überdeutlich: Es kann nicht so weitergehen in der Innenstadt. Es gibt zu viel Beton und Asphalt, zu wenig Grün und Freiflächen. Der öffentliche Raum muss sich verändern. In die Debatte mischt sich jetzt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) ein. „Ich möchte die Innenstadt weiter entwickeln, ich möchte einen Wandel des öffentlichen Raums,“ sagt Hartwig im Gespräch mit der FR.

In einer Reihe von Veranstaltungen will die Dezernentin im Herbst darüber diskutieren lassen, wie der öffentliche Raum in der Innenstadt in Zukunft aussehen soll. Auf den Podien sollen Stadtplaner und Ökologen, aber auch Personen des Kulturlebens zu Wort kommen. Natürlich geht es Hartwig auch darum, für ihre Idee einer „Kulturmeile“ in der Frankfurter Innenstadt zu werben. Im Juni hatte die Stadträtin die Vorstellung öffentlich präsentiert, auf dem Grundstück Neue Mainzer Straße 47-51 ein neues Opernhaus zu bauen und am östlichen Rand des Willy-Brandt-Platzes ein neues Schauspiel.

„Die Resonanz auf diese Pläne ist sehr groß“, so Hartwig. Es werde deutlich, dass von der „Kulturmeile“ auch Branchen wie die Gastronomie profitieren könnten. „Ich will daher mit allen weiterdiskutieren, die das Projekt betrifft, natürlich auch mit der Frankfurter Umweltdezernentin.“ Hartwig macht deutlich, dass sie in der Innenstadt eine andere Verkehrs- und Umweltpolitik für nötig hält. „Mit dem SUV in die Tiefgarage der Oper zu fahren, kann nicht die Lösung der Zukunft sein“, sagt die Kulturpolitikerin. Stattdessen brauche es den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel.

Das geschützte Grün der Wallanlagen müsse im Zuge des Baus der „Kulturmeile“ zur Neuen Mainzer Straße hin geöffnet werden. Dazu aber müsse die vielbefahrene Neue Mainzer Straße „einen anderen Charakter bekommen“, der Autoverkehr zurückgedrängt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die notwendige Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes vor den Städtischen Bühnen, der heute eine steinerne, unbelebte Plattenfläche ist. Wie das geändert werden kann, darüber will das Kulturdezernat im Herbst eine öffentliche Debatte führen.

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