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Martin Wimmer, Leiter des OB-Büros in Frankfurt.
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Martin Wimmer, Leiter des OB-Büros in Frankfurt.

Möglicher Semmelroth-Nachfolger

„Ich bin der neue Hilmar“

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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Martin Wimmer, Büroleiter von OB Peter Feldmann (SPD), hat ein Buch geschrieben und wird als möglicher Nachfolger von Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) genannt.

Er ist die große tragische Figur der US-amerikanischen Singer-Songwriter-Szene: Townes Van Zandt, am 1. Januar 1997 in Smyrna, Tennessee, gestorben. „Ich denke nicht, dass alle meine Lieder so traurig sind. Es gibt ein paar, die nicht traurig sind – die sind nur hoffnungslos“, hat der manisch-depressive Musiker einmal gesagt.

Doch ausgerechnet in Frankfurt am Main tritt jetzt ein Mann auf den Plan, der dieses Schicksal noch übertreffen möchte: Er heißt Martin Wimmer und geht einem Beruf nach, der auf den ersten Blick so hoffnungslos nicht scheint – Büroleiter des Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD). „Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes“, heißt das Buch des Politikmanagers, das im August im Frankfurter weissbooks-Verlag erscheinen wird.

Da legt der 47-jährige, der in Mühldorf am Inn geboren wurde, die Messlatte gleich doppelt hoch.

Denn Hilmar, das ist natürlich der legendäre Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann (SPD), mittlerweile 90 Jahre alt, aber als Autor und politischer Ratgeber im Hintergrund noch immer aktiv.

Zum Glück schwingt im Titel wie im Text des Buches eine gehörige Portion Selbstironie mit. Denn Wimmer ist nicht einfach nur ein ehemaliger Kommunikationsspezialist von Siemens. Er ist, wie er selbst schreibt, „über zwei Jahrzehnte aktiv als DJ Borderlord“, hat schon im Blauen Haus in Tüssling und in der Olga Bar in Ulm aufgelegt, mehr als 100 Songtexte geschrieben und ist mit seiner Band aufgetreten.

Die Aura der müden Melancholie, die Wimmer umgibt, wurzelt gar nicht in der Frankfurter Kommunalpolitik, wie viele vermutet hatten. Er ist vielmehr geprägt vom „Kulturdreieck Braunau-Dachau-Altötting“, in dem er aufwuchs. Und natürlich von seinen Lieblingen Townes Van Zandt, Dean Martin, Wolfgang Ambros. Auch Bob Dylan geistert da im Hintergrund herum. Wimmer erzählt von seinen Reisen durch die Südstaaten der USA, aber auch nach Paris. Von seinen Besuchen beim Montreux Jazz Festival und Newport Folk Festival.

Und er plädiert „für ein wildes, freies Leben voller Liebe“. Und er war 2015 beim wirklich endgültigen Abschiedskonzert von Grateful Dead auf dem Soldier Field in Chicago dabei.

Was Wunder, dass DJ Borderlord jetzt öffentlich als neuer Frankfurter Kulturdezernent ins Gespräch gebracht wird. Wimmer brächte jedenfalls mal Voraussetzungen mit ins Amt, die noch kein Kulturstadtrat in Frankfurt hatte. Er selbst schweigt weise zu allen Spekulationen.

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