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Bernhard Ochs hat
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Bernhard Ochs hat

Kommunalwahl Frankfurt

„Ich bin Sozialdemokrat ohne Parteibuch“

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Bernhard Ochs tritt für die Wählergemeinschaft „Die Frankfurter“ an.

Er ist ein Urgestein der Frankfurter Kommunalpolitik. Seit 1990 gehört Bernhard Ochs (mit Unterbrechungen) dem Stadtparlament an – erst für die SPD, seit 2016 für die Wählergemeinschaft „Die Frankfurter“. Am 14. März tritt der 72 Jahre alte gebürtige Frankfurter wieder an. Mit Bernhard Ochs beenden wir unsere Interviewreihe, in der wir Spitzenkandidatinnen und -kandidaten für die Kommunalwahl in Frankfurt vorstellen.

Herr Ochs, müsste Ihre Wählergemeinschaft „Die Frankfurter“ nicht eigentlich „Die Bornheimer“ heißen?

Wieso?

Weil Sie in Bornheim sehr präsent sind. An jeder Ecke hängt ein Plakat von Ihnen. Das sieht in anderen Stadtteilen ganz anders aus.

Naja, wir haben unsere Leute auch in anderen Stadtteilen und die plakatieren da auch. Aber es stimmt schon: Der Schwerpunkt liegt auf Bornheim und den angrenzenden Stadtteilen wie Ostend oder Nordend. Ich lebe seit Jahrzehnten in Bornheim, ich war hier Ortsvorsteher, Vorsitzender des Bürgervereins und des Förderkreises historisches Bornheim, und ich habe den Vereinsring Bornheim geleitet und bin Mitglied in vielen Vereinen.

Sie fielen im Stadtparlament durch profunde Kenntnisse der Frankfurter Stadtgeschichte auf und forderten Unterstützung für Vereine ein. Wo würden Sie sich politisch verorten?

Etwas links der Mitte.

Heißt konkret?

Ich sehe die Frage nach bezahlbarem Wohnraum als wichtigstes Thema in Frankfurt an. Dabei geht es auch um Gentrifizierung, die wir hier in Bornheim und im Ostend sehr stark erleben. Außerdem muss der Einzelhandel gestärkt werden. Schon vor der Corona-Pandemie standen viel zu viele Geschäfte leer. Das lag an den absurden Mietpreisen, die die Eigentümer verlangen. Wir brauchen ein Leerstandsmanagement, damit wieder mehr Leben in die Stadtteile kommt.

Klingt bei diesen Forderungen Ihre SPD-Vergangenheit durch?

Ich war 37 Jahre SPD-Mitglied. Das schüttelt man nicht einfach ab. Ich bin dann aus persönlichen Gründen ausgetreten. Aber so wie man Christ sein kann, ohne der Kirche anzugehören, kann man auch Sozialdemokrat ohne Parteibuch sein. Das bin ich.

Derzeit sind Sie der einzige Vertreter der „Frankfurter“ im Parlament und haben mit den Stadtverordneten von den Grauen Panthern und Europaliste eine Fraktionsgemeinschaft gebildet. Nun hört der Vertreter der Grauen Panther aber auf. Sie werden sich nach der Wahl neue Partnerinnen und Partner suchen müssen, oder?

Wissen Sie, ich bin da sehr entspannt.

Sie müssen aber zu dritt sein, um eine Fraktion zu bilden. Dass „Die Frankfurter“ mit drei Leuten ins Parlament einziehen, ist unwahrscheinlich. Und ohne Fraktionsstatus gibt es kaum Geld für Ihre Arbeit. Besorgt Sie das nicht?

Nein. Vielleicht kommen wir ja zu dritt in den Römer. Oder wir finden wieder Partner. Aber wissen Sie, man kann sich auch einfach in die letzte Reihe setzen und von dort aus Politik machen. Dafür muss man keine Fraktion sein.

Interview: Georg Leppert

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