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Reinhardt Sailer aus Frankfurt ist selbst Hobbykünstler

Stimme

„Ich war vor allem zum Staunen dort“

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Reinhardt Sailer aus Frankfurt war dabei und äußert sich gegenüber der FR über die Führung bei Derix.

Herr Sailer, Sie waren bei der Führung durch die Glasstudios Derix dabei. Wie kamen Sie drauf, sich dafür anzumelden?
Das ist eine ganz lustige Geschichte. Meine Tochter hat ein Jahr in Kanada verbracht und dort einen jungen Mann kennengelernt, einen Deutschen, der kurz danach eine Ausbildung bei Derix angefangen hat und spannende Sachen von der Arbeit erzählt hat. Naja, und als dann der Artikel in der FR stand, habe ich mich sofort angemeldet.

Und, war es dort so, wie Sie es sich vorgestellt haben?
Glaskunst ist etwas, womit ich mich vorher kaum beschäftigt habe – auch weil man das ja sonst eher mit der Kirche verbindet. Aber bei Derix ist es ganz anders: Was ich dort gesehen habe, ist moderne Kunst. Ich bin selbst künstlerisch tätig, deswegen interessiert mich das sehr.

Haben Sie Neues gelernt?
Ich hätte gerne noch etwas mehr über die handwerkliche Seite erfahren, aber weil die Werkstätten nicht groß sind und wir mit der ganzen Gruppe dort waren, habe ich davon leider nicht alles mitbekommen. Aber ich war ohnehin vor allem zum Staunen dort.

Was hat Sie denn in Staunen versetzt?
Glas ist ein unglaublich lebendiges Material. Wir haben Fenster gesehen, die 600 Jahre alt waren. Die haben etwas von ihrer Brillanz verloren, aber in ihnen lebt es immer noch. Ich durfte mir einige Glasstücke mitnehmen, die in den Werkstätten übriggeblieben sind. Mit denen spiele ich jetzt erstmal, und schaue, was sich damit künstlerisch machen lässt. Vielleicht gieße ich sie in Harz. Aber auch sonst haben wir viel Interessantes erfahren.

Zum Beispiel?
Dass Künstler auch dort bei Derix wohnen können – und überhaupt diese Zusammenarbeit zwischen Künstlern und denen, die das Glas verarbeiten... Was da entsteht sind ja keine Kopien der Vorlagen, das ist jedes Mal ein eigenes Werk. Diese Harmonie, das ist schon etwas Besonderes.

Interview: Alicia Lindhoff

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