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Viel Polizeipräsenz an der Messe gab es diese Woche auch während einer Pressekonferenz des Automobil-Verbandes.

Frankfurt

Polizei bereitet sich auf IAA vor

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Beamte rechnen mit vielen „kreativen Aktionen“. Verkehrschaos am 14. September möglich.

Besucher der Internationalen Automobilausstellung (IAA) müssen am ersten Wochenende mit zahlreichen Behinderungen rechnen. Am Samstag, 14. September, werden mehrere Straßen für Demonstrationen gesperrt, wovon auch Anwohner betroffen sein werden, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Wegen der aktuellen Klimadebatte haben Aktivisten während der Ausstellung (12. bis 22. September) zahlreiche Protestaktionen angekündigt. „Wir gehen davon aus, dass wir mit einer Vielzahl kreativer Aktionen rechnen müssen“, sagte Thomas Seidel, der Einsatzleiter der Polizei. Für den 14. September seien gleich zwei große Demonstrationen angemeldet, die im Bereich der Messe enden. Allein bei einer Fahrrad-Sternfahrt zur Messe rechnete der Veranstalter mit etwa 12 000 Teilnehmern. Zudem soll es eine Fußdemo mit 8000 Teilnehmern geben. Die Friedrich-Ebert-Anlage werde daher schon am Morgen bis zum späten Nachmittag für den Autoverkehr voll gesperrt. Die Fahrspuren stadtauswärts seien den Demonstranten vorbehalten, die Spuren stadteinwärts müssten als Evakuierungsfläche für die IAA freigehalten werden. Dafür sollen vom Messeweiher bis zum Platz der Republik Absperrgitter aufgestellt werden. Um der Vielzahl an Demonstranten genügend Versammlungsfläche zu bieten, würden auch Theodor-Heuss-Allee, Senckenberganlage und Bockenheimer Landstraße am Samstag bis etwa 17.30 Uhr für den Autoverkehr gesperrt.

Der Samstag sei für die Polizei aber noch „einfacher“ als der Sonntag, kündigte Seidel an. Denn für den 15. September hätten gleich vier Organisationen Demonstrationen angekündigt, ohne dass die Polizei wüsste, mit wie vielen Teilnehmern zu rechnen sei. Ein Bündnis wie „Sand im Getriebe“ etwa habe noch gar keine Aktion angemeldet.

Im Vorfeld hatte es in Königstein und Heusenstamm massive Zerstörungen von Autos gegeben. Hinweise für derartige Aktionen während der IAA hat die Polizei bisher nicht. „Wir gehen bislang von friedlichen Protesten aus“, so Einsatzleiter Seidel. Gleichwohl sensibilisierte die Polizei in Kooperation mit dem Verband der Automobilindustrie die Autohersteller und Autohäuser, bei Fahrzeugpräsentationen mögliche Protestaktionen oder Vandalismus zu bedenken.

Die Polizei kündigte an, bei dieser IAA erstmals nicht nur auf dem Messegelände, sondern auch außerhalb präsent zu sein, wie etwa auch am Parkplatz Rebstock.

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