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Umweltaktivisten blockieren den Verkehr.

Protest

Extinction Rebellion stoppt Straßenverkehr an Senckenberganlage

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„Extinction Rebellion“ stoppt den Straßenverkehr an der Senckenberganlage.

Die Durchsage ist ausgesprochen höflich. „Liebe Autofahrerinnen und Autofahrer, bitte entschuldigen Sie die Störung“, ruft ein junger Mann durch sein Megafon. „Wir haben keine Wahl, dies ist ein Notfall.“ Mit 20 anderen Menschen hat sich der junge Mann soeben während einer Rotphase auf die Senckenberganlage gestellt. Als die Ampel auf Grün springt, bleibt die Gruppe einfach stehen und blockiert die Straße. Die Leute tragen bunte T-Shirts und Fahnen, auf ihrem Transparent steht „Klimakollaps und Artensterben stoppen“.

Es sind Aktivisten der Gruppe „Extinction Rebellion“, die sich an diesem Freitagnachmittag bemühen, den Verkehr in Frankfurt zumindest ein wenig lahmzulegen. Sie verteilen Flugblätter und Schokolade an die wartenden Autofahrer, die die Störung mit großem Langmut ertragen. Nur hinten in der sich bildenden Autoschlange wird ärgerlich gehupt, weil es nicht weitergeht.

Man wolle mit dieser Aktion Aufmerksamkeit für den Klimawandel erzielen, erklärt einer der Aktivisten. Solche Proteste seien neben Vorträgen und Argumenten wichtig, um die Gesellschaft wachzurütteln. Und mit Regelübertretungen wolle man zeigen, „wie ernst uns das Thema ist“. Nach wenigen Minuten zieht die Gruppe wieder ab und geht zum nächsten Blockadepunkt. Der Verkehr rollt weiter.

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