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Raul Kapoor präsentiert ein Baguette gefüllt mit Hühnchen.
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Raul Kapoor präsentiert ein Baguette gefüllt mit Hühnchen.

Imbisskultur Frankfurt

Frankfurt: Hungry-Sons-Imbiss zieht von Höchst in den Hauptbahnhof

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Der „Hungry Sons“-Imbiss ist nach zwei Jahren Pause wieder da – im Hauptbahnhof Frankfurt. Inhaber Raul Kapoor ist noch immer hungrig nach Erfolg und Baguettes.

Die hungrigen Söhne sind zurück, die „Hungry Sons“. Der Imbiss mit den orientalisch angehauchten Grill-Baguettes ist aber nicht mehr am Bahnhof Höchst zu finden. Er ist in den Frankfurter Hauptbahnhof gezogen. Gegenüber von Gleis 1, neben dem Tabakladen. Dort leuchtet das Signet im vergnügten Rosa.

Hungrig auf Erfolg und auf gutes Essen, das ist die Doppeldeutigkeit des Namens und das ist Betreiber Raul Kapoor geblieben. Es ist eine eher ruhige Ecke des Bahnhofs, der ein Farbtupfer durchaus guttut. Zuvor ist dort ein Wurst-Imbiss gewesen, der aber schon länger keine Wurst mehr gebraten hat. Jetzt also Baguettes, mit orientalischer Wurst, indischem Hühnchen oder Grillkartoffeln belegt. 3,80 Euro kostet ein Gericht.

Frankfurt: „Hungry Sons“-Imbiss zieht vom Bahnhof Höchst zum Hauptbahnhof

Raul Kapoor blickt zufrieden auf sein Geschäft. Seit dem Jahr in Höchst 2018 hat sich einiges verändert. Zu viert ziehen sie damals ihr Gastroprojekt auf, Kapoor, sein Bruder, ein Cousin und ein Freund. Sie studieren Betriebswirtschaftslehre, wollen ihr Wissen in die Praxis umsetzen. Alles stemmen sie selbst, jeden Tag bauen sie ihren Stand auf- und ab, kaufen ein, bereiten selbst zu, probieren Rezepte aus. Sie dürfen die Küche des Jugendzentrums und des Fußballclubs in Nied nutzen, auch das Kühlhaus eines nahen Dönerhauses.

Das ehrgeizige Ziel: eine Kette werden, Angestellte haben, vom Büro aus alles managen. Das Geschäft floriert auch, die Nordseite des Höchster Bahnhofs ist ein guter Standort, kaum Konkurrenz, viele Schülerinnen und Schüler kommen vorbei. Nach einem Jahr merken die vier aber: Es dauert recht lange, bis ein Imbiss so gut läuft, dass er vier Manager im Büro benötigt.

Also legen sie eine Pause ein. Kapoor geht fürs Masterstudium an die London Business School, seine Mitstreiter studieren ihren Bachelor fertig. Nach dem Abschluss finden sie schnell gute Jobs in Büros. Damit scheinen die Hungry Sons Geschichte.

Frankfurt: Raul Kapoor ist vom „Hungry Sons“-Imbiss überzeugt

Nur Raul Kapoor mag sich nicht von seinem Traum von der Imbisskette verabschieden. „Ich bin nach wie vor von dem Produkt überzeugt“, sagt er. Darum hat er sich auf die Suche nach Sponsoren begeben. In seine Anschreiben legt er stets auch die Zeitungsartikel bei, die FR und FNP über die Tage in Höchst verfasst haben. Mit Erfolg. Kapoor gelingt es, die Gastro-Experten von „Omakase four“ zu überzeugen. In der privaten Investmentgesellschaft halten Szenegrößen wie Madjid Djanegari (Gibson, King Kamehameha), Stefan Weber und Michael Weigel (Casualfood) und Erasmios Bizimis Ausschau nach guten Ideen in der Gastronomie.

Kapoor ist begeistert. Ein Riesenglück habe er mit diesen Investoren, sagt er überschwänglich. Nicht nur des Geldes wegen, dass sie in die Hand nehmen, um ihm ein professionelles Geschäft zu ermöglichen. Auch wegen der Zeit, die sie investierten. Und der Geduld. Kapoor hat einen zähen Start hinter sich. Eigentlich wollte er bereits vor eineinhalb Jahren loslegen. Doch dann kam Corona. Keine leichte Zeit für den 29-Jährigen. Seine Investoren hätten ihn immer wieder gut zureden und ermuntern müssen.

Jetzt, wo es wieder Lockerungen gibt, kehrt das Leben zurück in die Stadt. Auch am Hauptbahnhof. Seit April bietet Kapoor sein Essen an. Es läuft, könnte aber besser sein. Die Besucherfrequenz ist längst nicht da, wo sie vor Corona gewesen ist, da waren es 450 000 Fahrgäste im Bahnhof am Tag. Kapoor lächelt. In fünf Jahren möchte er 20 solcher Imbisse betreiben, sagt er. Nun heißt es aber erst, bekannter zu werden und die Öffnungszeiten ausbauen. Die sind vorerst: 11 - 19 Uhr. www.hungry-sons.com

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