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Auch in Hofheim gibt es Schilder für Hundehalter.
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Auch in Hofheim gibt es Schilder für Hundehalter.

Frankfurt-Süd

Hunde an die Leine

Seit Jahren ärgern sich Bürger aus Oberrad und Niederrad über die ansteigende Zahl an Hundehaufen auf Gehwegen. Nun fordert der zuständige Ortsbeirat 5 mehr Spender für Kottüten und strengere Kontrollen der Leinenpflicht zu Brut- und Setzzeiten.

Von Karina Wilczok

„Seit Jahren beschweren wir uns schon über umgepflügte Äcker“, schimpft der Oberräder Bauer Horst Krämer. Da würden die Hunde ungebremst über seine Kräuter- und Gemüsefelder rennen und den Anbau zerstören. „Ein gravierendes Problem sind auch die vielen Tretminen, die Hunde bei uns hinterlassen. Ekelhaft!“, empört sich der erfahrene Landwirt.

Was Roland Limberg auch ärgert sind ignorante Tierbesitzer, wenn er durch den Wald spazieren geht. „Die Hunde rennen einfach ohne Leine durch den Stadtwald. Nicht zuletzt leiden brütende Vögel und das Wild darunter.“ Frankfurts Süden bräuchte mehr Richtlinien, findet er.

Aktuell herrscht auf den meisten Wiesen und Feldern rund um Frankfurt keine Leinenpflicht. Nach einem Antrag der CDU-Fraktion sollen jedoch künftig Schilder zu den Brut- und Setzzeiten sowie zur Leinenführung der Hunde im Stadtwald angebracht werden. Wie bereits auf der Schwanheimer Wiese und an anderen Orten soll es dann auch im Stadtwald eine Leinenpflicht geben und zwar von Anfang April bis Ende Oktober. Zudem müssten Hunde sofort auf Signaltöne reagieren, fordert der Antrag.

Mehr Tütenspender

Die Fraktionen setzen sich dafür ein, dass auf den Nachwuchs besondere Rücksicht genommen werden muss. „Vertreibt der Hund brütende Vögel, können die gelegten Eier auskühlen oder von anderen Tieren zerstört werden“, erklärt Antragssteller Martin-Benedikt Schäfer (CDU). Das Aufstellen von Hinweisschildern soll die Hundehalter an den Ein- und Zugängen des Stadtwaldes auf ihre Verantwortung hinweisen. Der Antrag wurde bei der vergangenen Sitzung des Ortsbeirats verabschiedet, nur die SPD enthielt sich. Es bestehe derzeit keine akute Gefahr, finden die Sozialdemokraten. Durch den Antrag könne als nächstes eine zu strenge Leinenführung für Hunde in Frankfurt eingeführt werden, das wolle die Partei nicht mittragen.

Einstimmig wurde jedoch der CDU-Antrag für mehr Tütenspender auf den Weg gebracht. „Alle fünf Meter finde ich in Niederrad Hundekot“, beschwerte sich Petra Korn-Overländer (SPD). „So schlimm war es noch nie.“ Daher befürwortet sie das Anbringen von Automaten für Hundekottüten in den Stadtteilen des Ortsbezirks.

Nach derzeitigem Stand finanziert die Stadt die roten Plastikbeutel für die Hinterlassenschaften der Tiere, ehrenamtliche Paten sorgen für das Nachfüllen der Spender. Die Vermittlung einer Patenschaft läuft über den jeweiligen Ortsbeirat. Im Ortsbezirk 5 ist Ansprechpartner der Ortsvorsteher Christian Becker (CDU). Er ist per E-Mail erreichbar unter folgender Adresse:

christian.becker@cdunet.de.

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