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Trauriger Fund auf Feld in Frankfurt: Therapiehund Quendo ist tot

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Von: Jens Joachim

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Quendo hilft Kindern und Jugendlichen in einer Praxis. privat
Quendo half Kindern und Jugendlichen in einer Praxis. © Privat

Seit Wochen wurde im Norden von Frankfurt nach dem entlaufenen Golden Retriever Quendo gesucht. Jetzt hat die Besitzerfamilie traurige Gewissheit.

Frankfurt – Nach sieben lange Wochen des Bangens und Hoffens hat eine vierköpfige Familie aus Frankfurt-Harheim traurige Gewissheit: Ihr geliebter Hund Quendo, der am 1. Juni in einem Feld bei Harheim beim abendlichen Gassi-Gehen ausgebüxt war, ist tot.

Der Kadaver des sechsjährigen Golden Retriever sei am Mittwochmorgen in einem abgeernteten Getreidefeld bei Harheim von einer Hundebesitzerin „leider tot gefunden worden“, teilten Quendos Frauchen und Herrchen nun der Frankfurter Rundschau mit. Alles deute darauf hin, dass er dort unmittelbar nach seinem Verschwinden eines natürlichen Todes gestorben sei.

Therapiehund aus Frankfurt wurde sieben Wochen schmerzlich vermisst

Der Verein Hunde für Handicaps hatte Mitte Juni sogar einen Finderlohn in Höhe von 1000 Euro für den entscheidenden Hinweis ausgelobt, wo Quendo ist. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende Anna Senkel hatte Quendo seinerzeit bei sich aufgezogen und mehr als ein Jahr lang zum Therapiebegleithund ausgebildet. Senkel, die Quendo als einen „lieben, netten und aufgeschlossenen Hund“ beschrieb, holte die Überreste des Tieres auch auf dem Feld ab. Die Besitzerin brachte diese dann in ein Krematorium.

Der Hund war in den vergangenen Jahren auch in der psychotherapeutischen Praxis seines Herrchens in Bad Vilbel bei Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt worden. Auch diese vermissten Quendo seit Anfang Juni schmerzlich. Auch sie müssen nun getröstet werden, weil Quendo nicht wieder zurückkehren wird.

Golden Retriever Quendo rennt im Sommer 2021 über ein Feld bei Frankfurt-Harheim
Der Golden Retriever Quendo im Sommer 2021 auf einem Feld bei Frankfurt-Harheim, wo er nun ganz in der Nähe tot aufgefunden wurde. © Jens Joachim

Frankfurter Therapiehund Quendo tot im Feld gefunden

Seit dem ersten Tag seines Verschwindens hatte eine Frau von der Tiersicherung mit einer Wärmebilddrohne die Felder abgesucht. Ohne Ergebnis. Der Spurensuchhund eines Bekannten, berichtete Senkel, hatte Quendos Spur in Richtung Eschersheim verfolgt. Dann verlor sich die Spur. Auch das Besitzerpaar sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer hatten seit Anfang Juni auch mit Hilfe einer Wärmebildkamera rund um Harheim immer und immer wieder nach Quendo vergeblich gesucht und mit Flugblättern auf sein Verschwinden aufmerksam gemacht.

„Wir sind unfassbar traurig und müssen alles erstmal verarbeiten“, teilte Quendos Frauchen nun mit. Die Familie bedanke sich „ganz herzlich für die lang anhaltende und wahnsinnige Unterstützung - sei es durch immenses Flyern, immer neue Suchaktionen, das Verbreiten der Suchmeldung, oder aufmunternde Worte!“ Der treue vierbeinige Freund und Begleiter, der nun nicht wiederkommt, wird jedoch noch lange in den Herzen der vier Familienmitglieder und bei allen, die ihn kannten, in sehr schöner Erinnerung bleiben. (Jens Joachim)

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