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Hotel mit Aussicht in Frankfurt

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Von: Oliver Teutsch

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Schicke Zimmer, ab der 17. Etage mit eigenem Balkon: Melia in Frankfurt. Foto: Peter Jülich
Schicke Zimmer, ab der 17. Etage mit eigenem Balkon: Melia in Frankfurt. © Peter Jülich

Das Melia in Bockenheim lässt die Stadt herein. Das „Hybridhotel“ auf dem Gelände des ehemaligen Uni-Turms ist eine Dreiklassen-Gesellschaft. Unten Hotelzimmer, oben Appartements.

Auf seinen Veranstaltungsbereich ist Hoteldirektor Bastian Becker besonders stolz. Im zweiten Stock des Melia Frankfurt schauen die Tagungsreisenden nicht in düstere Gänge, sondern direkt in die Baumkronen der Senckenberganlage. Solche Aus- und Einblicke in die Stadt bietet das unlängst eröffnete Hotel immer wieder. Alle 431 Zimmer haben bodentiefe Fenster, aus der Sauna mit breiter Fensterfront sind beim Schwitzen der Messeturm und die Kuppel der Festhalle zu bestaunen. Nicht-Hotelgäste dürfen sich ab Mitte Oktober auf Ausblicke aus dem 15. Stock freuen, wenn die Bar „Oben“ öffnet.

Melia Frankfurt

Gebäude: „One Forty West“
Adresse: Senckenberganlage 13
Stil: Designhotel
Kategorie: 4 Sterne plus
Eröffnung: Drittes Quartal 2021
Betreiber: Melia Hotels International
Höhe: 140 Meter, 41 Etagen
Fläche: 52 000 qm oberirdisch
Tiefgarage: 110 Stellplätze
Tanken: fünf elektronische Zapfsäulen
Zimmer: 431
Zimmergröße: 25 -42 qm
Restaurant/Bar: „Oben“, auf 85 Meter
Business: 13 Räume auf 1400 qm ote

Es hat eine Weile gedauert, bis das Melia überhaupt öffnen konnte. „Wir haben die Eröffnung vier Mal verschoben“, sagt Hoteldirektor Becker. Ein Hotel dieser Größenordnung während der Pandemie zu eröffnen, ist nicht einfach. Das hat sich auch bei der Personalsuche gezeigt. „Vor Corona haben wir eine große Strahlkraft verspürt, das hat sich leider gedreht, viele sind abgewandert in die Industrie“, sagt Becker. Für die Rekrutierung konnte die spanische Kette auf internationale Kontakte zurückgreifen. Im Melia Frankfurt arbeiten Menschen aus 17 Nationen. „Die wahren Stars der Zukunft werden die Personaler sein“, glaubt Becker.

Noch ist im Hotel nicht allzu viel zu tun, auch wenn die Auslastung immerhin schon bei 35 Prozent liege. Das Melia hat den Vorteil, als Hybridhotel „einen gewissen Zusatzumsatz“ einplanen zu können, so Becker. Denn in den Stockwerken 24 bis 41 befinden sich private Appartements, die den Service des Hotels nutzen können. So kann die Nachbarschaft aus den oberen Stockwerken mit einem Aufzug direkt in die Gastro-Ebene auf Stockwerk 15 fahren und frühstücken oder dinieren.

Ohnehin ist das Hotel zweigeteilt: Wer ein Zimmer in den Stockwerken drei bis 14 bucht, muss etwa 120 Euro berappen und im Erdgeschoss frühstücken. Wer höher hinaus will, muss tiefer in die Tasche greifen, hat dann aber auch einen eigenen Balkon und darf im 15. Stock frühstücken, wo der Ausblick noch weit über die Baumkronen der Senckenberganlage hinausgeht.

Dort wo früher der Uni-Turm den Studierenden aufs Gemüt drückte, steht jetzt ein Vier-Sterne-Plus-Hotel. Foto: Peter Jülich.
Dort wo früher der Uni-Turm den Studierenden aufs Gemüt drückte, steht jetzt ein Vier-Sterne-Plus-Hotel. © Peter Jülich

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