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Grüner geht?s immer: Honda-Dach, teilbepflanzt.

Umwelt

Grün aufs Dach, gut fürs Klima

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Das Honda-Center auf der Hanauer nutzt Förderprogramm und bepflanzt sein Flachdach. Ein "Nachhaltiges Gewerbegebiet" spart Strom.

Was tun, wenn nächstes Jahr die Hitze zurückkehrt und diese Trockenheit? Wie begegnen wir ihnen? Grün ist alle Theorie: Pflanzen sollen helfen, an Fassaden, in Hinterhöfen, auf den Dächern. Eines dieser Dächer besuchte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Montag.

Das Honda-Center an der Hanauer Landstraße hat 150 seiner insgesamt 1000 Quadratmeter Flachdach bepflanzen lassen, mit Lavendel, Thymian und Sedum, die übrige Fläche soll noch folgen. Nutznießer seien Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, freut sich die Stadt, auch der Energiebedarf für Heizung und Kühlung sinke, das Unternehmen spare Abwassergebühren, zudem verlängere sich die Lebensdauer des Daches deutlich.

„Ich finde es toll, dass wir jetzt die ersten fertigen Projekte des Förderprogramms besichtigen können“, sagte Stadträtin Heilig beim Ortstermin. 50 Prozent der Ausgaben für die Begrünung bezahlt die Stadt aus ihrem Programm „Frankfurt frischt auf“, das inzwischen „auf Hochtouren“ laufe, so Heilig. Zehn Millionen Euro stehen für diese Klimaanpassung bis Ende 2022 zur Verfügung. Etwa 100 Anträge von Privatpersonen und Firmen lägen vor, zehn Prozent seien in konkreter Planung. „Besonders freut mich, dass sich auch Unternehmen wie Honda daran beteiligen.“ 10 000 Euro kostet das Dachgrün auf dem Autohaus, 5000 bezahlt die Stadt. Honda-Deutschland-Manager Matthias Heinrichs berichtete, die Mitarbeiter hätten sogar an anderen europäischen Honda-Standorten Interesse für vergleichbare Projekte geweckt. Die Kollegen entwickelten in einem Konzern-internen Nachhaltigkeitswettbewerb das Dachgrün-Konzept für die Hanauer Landstraße. Mehr zu „Frankfurt frischt auf“: www.frankfurt.de/klimabonus.

Etwas weiter östlich tun sich Firmen zusammen, um ebenfalls dem Klima zu helfen. Das „Nachhaltige Gewerbegebiet in Fechenheim-Nord/Seckbach“ mit 30 Mitgliedern stellte bei seiner „6. Unternehmer-Werkstatt“ sein Klimaschutzkonzept vor. Dazu zählen etwa der gemeinsame Einkauf von „Grünstrom“, der den CO2-Ausstoß und zugleich die Energiekosten  reduziert, und die Nutzung von Betriebswasser mit dem Ziel, Trinkwasser einzusparen. Im nächsten Schritt, berichtet die Stadt weiter, sollen sogenannte Hot Spots auf dem Areal des Gewerbegebietes identifiziert werden, die hohes Energiesparpotenzial bieten.

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