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Homburger Damm: Entlastung für das Schienennetz

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Von: Anna Laura Müller

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Das erste Mal fährt ein Personenzug auf dem neugebauten zweiten Gleis am Homburger Damm.
Das erste Mal fährt ein Personenzug auf dem neugebauten zweiten Gleis am Homburger Damm. © Christoph Boeckheler

Nach vier Jahren Bauzeit geht ein zweites Gleis am Homburger Damm in Betrieb. Mit ihnen kommt das Versprechen auf pünktliche Zugverbindungen im Fern- und Nahverkehr.

Am Montag um kurz nach 12 Uhr mittags war es soweit: Der erste Personenzug fuhr über das neu gebaute zweite Gleis am Homburger Damm in Frankfurt. Zuvor hatte Tarek Al-Wazir, hessischer Wirtschaftsminister, gemeinsam mit Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, und Oberbürgermeister Peter Feldmann, die Erweiterung zwischen Hauptbahnhof und der Abzweigung Mainzer Landstraße eröffnet. 180 Millionen Euro wurden in den 800 Meter langen Bau des Gleises und der Modernisierung des Bereiches am Homburger Damm investiert. Damit sollen mehr Stabilität und pünktlichere Zugverbindungen im Nah- und Fernverkehr sichergestellt werden.

Wie ein Nadelöhr sei die Stelle zuvor gewesen, an der jetzt ein zweites Gleis entstand, erklärt Pofalla und beschreibt, dass sich in der Vergangenheit immer mehrere Züge auf der Fahrt von Frankfurt Höchst zum Hauptbahnhof und zurück ein einziges Gleis teilen mussten. Nicht immer wäre dabei alles reibungslos gelaufen. Deswegen sei die Inbetriebnahme des erweiterten Homburger Damms eine Qualitätssteigerung, die eine bessere Organisation des Zugbetriebes ermögliche. Die Fernzüge sollen zukünftig am südlichen Teil des Hauptbahnhofes ein- und ausfahren, der Regionalverkehr größtenteils an der Nordseite. Die Erweiterung ist das mittlerweile dritte fertiggestellte Projekt im Gemeinschaftsprogramm „Frankfurt RheinMain plus“, in dessen langfristiger Planung auch der Bau des Fernbahntunnels Frankfurt vorgesehen ist.

Seit 2017 wurden an der Engstelle am Homburger Damm zunächst neue Gleise und Weichen gebaut, Signale und Stellwerkstechniken modernisiert. Zuletzt wurde der Abschnitt in das bestehende Netzwerk eingebunden. Peter Feldmann zeigt sich erfreut über die Schnelligkeit der Projektdurchführung: „Das ging jetzt ruckzuck“, sagt er und betont zudem den wichtigen Beitrag zur Verkehrswende in Richtung Klimaneutralität.

Mehr Veränderungen nötig

Tarek Al-Wazir macht aber deutlich: „Wir haben hier gerade in Frankfurt und Rhein-Main das Problem, dass die Schieneninfrastruktur nicht den Bedürfnissen entspricht, die wir heute, und erst recht nicht, die wir morgen und übermorgen haben.“ Ein gemeinsames Ziel von Stadt, Land und dem Bund wäre es, ohnehin mehr Verkehr auf die Schienen zu bekommen, erklärte er weiter. Dazu müsse nicht nur die Fahrgastzahl, sondern auch die Verkehrsleistung gesteigert werden.

Nach Berechnungen der DB sollen ab dem Fahrplanwechsel täglich 25 000 Reisende auf der neuen zweigleisigen Strecke von einem zuverlässigerem Fahrplan profitieren. Diese Verbesserungen vor Ort würden auch über Frankfurt hinaus spürbar werden. „Probleme, die wir hier am Frankfurter Knoten lösen, lösen Probleme in der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Netz der gesamten Bundesrepublik“, so Pofalla.

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