Unterliederbach

Hofladen weiter geschlossen

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Die Kunden des Elisabethenhofs wundern sich. Der Laden ist weiterhin zu. Aber warum?

Gerüchte ranken sich viele im Ort. Genaues weiß aber niemand. Der beliebte Laden des Elisabethenhofs ist seit Oktober 2017 geschlossen. Der damalige Eigentümer Heiner Christian hatte den Betrieb verkaufen müssen. Der neue Eigentümer, Dominic Franz-Josef Reinemer, kündigte an, 2018 wieder eröffnen zu wollen. Darauf warten die Unterliederbacher.

Und nicht nur die. Der Hofladen ist im gesamten Frankfurter Westen beliebt gewesen, auch aus dem Vordertaunus sind stets Kunden gekommen, um sich mit regionalen Produkten aus eigenem Anbau, frisch gepresstem Saft oder Fleisch von Tieren aus der eigenen Zucht einzudecken.

Dominic Reinemer lässt über sein Vorzimmer ausrichten, er möchte aktuell keine Stellungnahmen abgeben zu den Projekten seines Hauses. Da sei in der Vergangenheit einiges schief gelaufen. Anfang 2018 hatte er noch gesagt, er wolle den Laden kunden- und kinderfreundlicher gestalten. Obst und Gemüse aus eigenem Anbau sollten wie gewohnt verkauft werden. Mit der Umgestaltung und neuen Produkten erwarte die Kunden aber auch eine positive Veränderung.

Doch weil sich nichts tut, erwarten die Anwohner inzwischen ganz andere Dinge. „Wir rätseln alle“, sagt Karl Leo Schneeweis, gut vernetzter ehemaliger Vereinsringsvorsitzender und Stadtverordneter. Immerhin verlaufe die ursprüngliche Route der Westumgehung Unterliederbach über das Areal.

Ausgewiesener Landwirt ist Dominic Reinemer nicht. Mit seiner Firma Delom Wohnbau entwickelt er Wohnungen. Zum Beispiel das Projekt Obermühle in Niederursel, wo in einem ehemaligen Hofgut 35 Eigentumswohnungen entstehen. Oder am Musikantenweg 68 im Nordend. Dort, wo früher einmal die legendäre Kneipe „Oma Rink“ zu finden war, entstehen neun hochpreisige Wohnungen.

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