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Die Schirme auf dem Buchtitel nahm Günther Scherf 2015 in Kroatien auf.

Corona-Homestory

Hoffnung zum Lesen gegen Corona

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Und zum Hören: Auch das hilft jetzt beim Warten aufs Danach. Gedichte, Fotos, Musik und Theater - Kunst, die Mut macht.

Dagmar Scherf ist Autorin, ihr Ehemann Günther Scherf hat im Ruhestand mehr Zeit für seine Fotos – gemeinsam haben sie die gegenwärtige Zeit der Zurückhaltung für etwas sehr Wohltuendes genutzt: „Trotz alledem. Hoffnung in schwierigen Zeiten“ heißt das Buch, das in den vergangenen Wochen entstand.

Ihrer Anthologie haben sie Worte von Christa Wolf vorangestellt: „Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt.“ Für alle, die nicht zu hoffen aufhören, sondern weiterlesen, folgen Gedichte, wundervolle, von Hilde Domin, Marie Luise Kaschnitz, von Hölderlin, Fontane, von Rilke, Uhland, Hesse, von Willy Astor, Rosenstolz und von Dagmar Scherf. Es sind Arbeiten, die, auch wenn alles zu schwer erscheint, doch Mut machen, und das in der allerbesten Sprache.

Dazu die Fotos Günther Scherfs, der viele Jahre FR-Redakteur war: die Schönheit im Detail und der weite Horizont, hinter dem es weitergeht – versprochen. Wer Hoffnung sucht, der findet hier die besten Begleiter auf dem Weg zu ihr. Im Buchhandel oder als E-Book zu haben (www.bod.de), erschienen bei Books on Demand, 98 Seiten, 30 Farbfotos, 25 Euro gebunden, E-Book 9,99 Euro: „Trotz alledem“.

Das war was zum Lesen und Schauen, jetzt kommt was zum Hören und Schauen: Frühling – ein neuer Anfang. Oder wie der Komponist David Marlatt sein Werk nannte: „Spring – A New Beginning“. Es bildet den Auftakt zum Konzert der Trompetenklasse der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) an diesem Dienstag, 12. Mai, um 18.30 Uhr, auf dem Youtube-Kanal der Hochschule oder zum Nachhören im „Play-Archiv“ im Internet (www.hfmdk-frankfurt.info). Weiter geht es an diesem Abend mit Eric Ewazens „Sonoran Desert Harmonies für 8 Trompeten“, ehe das Trompeten-Konzert mit Kevin Kaisershots „Scenes from the Tournament“ abgeschlossen wird.

Weil öffentliche Konzerte vor Ort zurzeit nicht erlaubt sind, machen die Studierenden und Lehrenden der HfMDK „ihre Künste sicht-, hör- und erlebbar“, werben sie: in Live-Streams aus dem Kleinen Saal, in Video-/Audio-Mitschnitten aus vergangenen Semestern oder in Podcasts mit Interviews, Gesprächsformaten, Lesungen.

Kommendes Programm der Hochschule, jeweils um 18.30 Uhr online: am Mittwoch Heimweh- und Sehnsuchtslieder mit Theodore Browne, Tenor, und Hedayet Jonas Djeddikar, Klavier. Am Donnerstag Theater: Arthur Schnitzlers „Anatol“. Mehr unter https://play.hfmdk-frankfurt.info.

Was machen Sie zu Hause? Mailen Sie’s uns: online@fr.de.

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