Weihnachtsbaum auf Frankfurter Weihnachtsmarkt
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Der Weihnachtsbaum auf Frankfurter Weihnachtsmarkt.

Wochenmärkte

Trotz Corona: Hoffnung für Weihnachtsmarkt in Frankfurt

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Der Weihnachtstmarkt am Römer in Frankfurt gilt nicht als Großveranstaltung und wird deshalb womöglich nicht verboten - trotz Corona-Krise.

Frankfurt - Die Berichterstattung über die Gespräche zwischen Bundeskanzler Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten hat der Frankfurter Tourismuschef Thomas Feda am Donnerstag genau verfolgt. Für den Frankfurter Weihnachtsmarkt sieht er dennoch Hoffnung. Denn auch wenn Großveranstaltungen wie Volksfeste oder Fußballspiele vor Publikum im Dezember verboten sein sollten – für den Budenzauber rund um den Römer könnten andere Regeln gelten.

Weihnachtsmart ist kein Volksfest, sondern ein Wochenmarkt

Derzeit handelt es sich bei Weihnachtsmärkten in Hessen laut einer Landesverordnung nämlich nicht um Volksfeste, sondern um Wochenmärkte. Das klingt zunächst einmal, als habe ein Winkeladvokat einen gewieften Schachzug getätigt. Bei näherer Betrachtung aber lässt sich die Einschätzung durchaus nachvollziehen. Ähnlich wie bei einem Wochen- oder Flohmarkt wären die Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarkts zwischen Ständen unterwegs und würden maximal in Kleingruppen zusammenstehen.

Insofern treibt Feda die Planungen für den Weihnachtsmarkt unbeirrt voran. In den nächsten Wochen wird die Tourismus- und Congress GmbH sowohl ein Sicherheits- als auch ein Hygienekonzept vorlegen.

Klar ist: Wenn es den Weihnachtsmarkt geben sollte, wird er einen ganz anderen Charakter haben als in den vergangenen Jahren. „Wir werden die Veranstaltung massiv entzerren müssen“, erklärt Feda im Gespräch mit der FR. Wie viele Besucherinnen und Besucher jeden Tag kommen dürfen, kann Feda noch nicht sagen. Zuletzt waren insgesamt rund drei Millionen Menschen gekommen – rund 100 000 pro Tag. Gerade am frühen Abend gab es rund um die Glühweinstände Gedränge – angesichts der Corona-Krise eine abwegige Vorstellung.

Ob das Gelände eingezäunt wird, ob die Besucherinnen und Besucher am Eingang ihren Namen hinterlassen oder womöglich Tickets kaufen müssen – alle diese Fragen werden sich in nächster Zeit klären. Fest steht nur: 220 Stände wie zuletzt wird es nicht geben – wohl aber einen Weihnachtsbaum am Rathaus.

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