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Das Bürgerhospital wächst.

Gesundheit

Bürgerhospital in Frankfurt auf der Höhe der Zeit

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Voller Stolz zeigt das Bürgerhospital seinen 50 Millionen Euro teuren Anbau. Jetzt können noch mehr Babys kommen.

Geschäftsführer Marcus Amberger ist am Schwärmen: „Wir freuen uns ohne Ende. Für die Patienten und Mitarbeiter wird es richtig schön.“ Im März soll der Anbau des Bürgerhospitals bezogen werden. Am heutigen Samstag können sich die Anwohner und andere interessierte Besucher bei einem Tag der offenen Tür davon überzeugen, dass für die 50 Millionen Euro, die das Gebäude gekostet hat, nicht nur 8800 Quadratmeter Fläche entstanden sind, sondern auch innovative Technik eingeführt und ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild geschaffen wurde.

Noch bevor heute die Besucher des Tags der offenen Tür das Objekt in Augenschein nehmen können, hatte das Bürgerhospital am Freitag Journalistinnen und Journalisten zu einem Rundgang eingeladen. Amberger führte sie von der Rettungswagen-Einfahrt in der Richard-Wagner-Straße bis oben aufs Dach des sechsstöckigen Gebäudes. Von hier aus, im Sonnenschein, konnte man die rege Bautätigkeit gegenüber verfolgen, wo nach dem Abriss des Marienkrankenhauses ein neues Wohnviertel entsteht.

Amberger deutete auf eine Fläche rechts neben dem Anbau des Bürgerhospitals. Dort soll das neue Clementine Kinderkrankenhaus gebaut werden und bis Mitte 2023 bezugsfertig sein. Das Gelände des heutigen „Clemi“ in der Theobald-Christ-Straße 16 am Zoo ist verkauft. Die beiden Stiftungskrankenhäuser arbeiten seit Jahren erfolgreich zusammen und können 2019 ihr zehnjähriges „Fusionsjubiläum“ feiern.

Das Clementine-Kinderkrankenhaus wird den Umzug in die Richard-Wagner-Straße nutzen, um zu wachsen. Auch das Bürgerhospital hat durch den Anbau zusätzliche Kapazitäten bekommen. Mit dem „Feuerwehrlift“, der 36 Personen befördern kann und den Feuerwehrleuten bei einem Brand einen schnellen Zugang ins Haus verschaffen soll, in den ersten Stock befördert, erläutert Amberger, dass es nun mit sechs Operationssälen einen mehr als in der Vergangenheit gibt. Davon verspricht sich der Geschäftsführer, dass die Zahl der Operationen von heute 6500 auf „7500 bis 8000“ jährlich zunehmen wird.

Über ein „internes Treppenhaus“, das ausschließlich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt werden soll, die bei einer Operation im Einsatz sind, geht es zur Technik, die für die gute Luftqualität in den OP-Sälen verantwortlich ist und die schon jetzt ein unüberhörbares Rauschen erzeugt.

In der „Herzkammer des Bürgerhospitals“, dem 3. Obergeschoss mit seinen sieben Kreißsälen, ist es dagegen wunderbar ruhig. Die Achtfachverglasung der bodentiefen Fenster halten den Lärm der Nibelungenallee mit ihren sechs Fahrspuren außen vor. Gleich darüber, im vierten Stock, ist die Neonatologie untergebracht, wo die Frühchen oder kranke Neugeborene versorgt werden. Neu sind die drei pädiatrischen Intensivbetten für größere Kinder, die im Bürgerhospital operiert werden und später ins Clementine-Krankenhaus wechseln können.

Tag der offenen Tür im Bürgerhospital

Am Samstag, 16. Februar, 13 bis 17 Uhr, öffnet das Bürgerhospital in der Nibelungenallee 37–41 die Tore. Es kann der neue Anbau mit seinen Kreiß- und Operationssälen besichtigt werden, bevor der Betrieb aufgenommen wird.

Es gibt auch ein Programm für die ganze Familie. Erwachsene können sich über Themen wie Hygiene und Reanimation informieren, die Kinder eine Rennente angeln. ft

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