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Ordnungsdezernent Markus Frank (Mitte) bestreift im März mit der Stadtpolizei Höchst. 

Höchst

Höchst: Vorwürfe gegen Stadtpolizei

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Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) referiert im Ortsbeirat über die Arbeit der Stadtpolizei. Bürger hatten sich über unfreundliche Beamte beschwert.

Die Arbeit der Stadtpolizei ist Thema in der Sitzung des Ortsbeirats 6 am Dienstag. Der zuständige Dezernent Markus Frank (CDU) gibt Einblicke in die Aufgaben der Ordnungshüter. Er wird auch Stellung zu den Vorwürfen nehmen, die Kollegen der Wache West hätten sich im Umgang mit Bürgern despektierlich verhalten, nicht lösungs- und kundenorientiert.

Die spartanisch eingerichtete Wache West an der Albanusstraße 38 ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr offen. Im vergangenen Jahr kamen 3000 Bürger, um Hinweise zu geben oder Anzeige zu erstatten. Die Mitarbeiter sollen Präsenz zeigen, das gehört zum Konzept. Aber nicht nur auf der Wache, auch draußen. 12 000 Stunden Fußstreife haben die Beamten 2018 absolviert, 1700 mehr als im Vorjahr.

Thema in der Sitzung wird auch der Industriepark Griesheim sein. Der Ortsbeirat hat in der vorigen Sitzung die Anträge dazu vertagt. SPD und Grüne fordern, dass auf dem Areal künftig keine Anlagen entstehen sollen, die als Störfallbetriebe nach der Seveso-Verordnung gelten. Und, dass der letzte derartige Betrieb, ein Gefahrgutlager der Infraserv, in den Industriepark Höchst umziehen soll.

Das wäre das Ende der chemischen Industrie in Griesheim, würde aber den Weg frei machen für städtebauliche Entwicklungen in Nied und Griesheim. Zumal die Chemische am Standort ohnehin kaum mehr existiert. Grüne und SPD fordern auch, dass die Firmen SGL Carbon und Weylchem, die ihre Produktion vor Ort aufgegeben haben, ihre „baulichen Hinterlassenschaften“ räumen sollen.

Inzwischen hat die Stadt bekräftigt, am Industriestandort festhalten zu wollen. Es soll ein eigenes Standortmanagement nach Vorbild der Einrichtung für Fechenheim-Nord/Seckbach geben.

Der Ortsbeirat 6 tagt am Dienstag, 10. September, 17 Uhr, in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Bolongarostraße 110, in Höchst.

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