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Gemeindemitglieder haben Wünsche für die Zukunft formuliert.

Höchst

Zusammenschluss und Einweihung

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Drei Standorte der Neuapostolischen Kirche sind jetzt in einem Gemeindezentrum.

Gemeinsam Weihnachten haben sie schon einmal gefeiert, die drei Gemeinden der Neuapostolischen Kirche aus Griesheim, Höchst und Zeilsheim. Am Sonntag haben sie sich bei einem Festgottesdienst offiziell zusammengeschlossen und das zu einem Gemeindezentrum umgebaute Kirchengebäude in der Gebeschussstraße eingeweiht.

Im ersten Moment sei es schon „ein bisschen komisch gewesen“, nach Höchst zum Gottesdienst zu fahren, berichtet Gemeindemitglied Irmtraut Happ. 30 Jahre lang sei die Niederin zuvor in Griesheim in die Kirche gegangen. „Man gewöhnt sich immer wieder an Neues“, sagt die 78-Jährige.Außerdem hätten die Mitglieder schon „ein Jahr lang geübt“. Während des einjährigen Umbaus der Kirche in Höchst sei die eine Hälfte nach Griesheim, die andere Hälfte nach Zeilsheim gependelt, berichtet Bernd Zimmermann, der die Gemeinden geleitet hat und nun mit Roland Astheimer Vorsteher in Höchst ist.

27 Jahre sei Zimmermann Gemeindeleiter in Zeilsheim gewesen. Ein wenig Wehmut schwinge auch bei ihm mit. Doch er blicke mit „Vorfreude auf das Potenzial der neuen, großen Gemeinschaft“. Nur alle drei Gemeinden zusammen seien „insgesamt lebensfähig“, sagt „Apostel“ Gert Opdenplatz. Die Nachwuchsarbeit, also die „Sonntagsschule“ für Kinder während der Gottesdienste sowie der Religions- und Konfirmandenunterricht, hätten ab dem kommenden Jahr in den einzelnen Stadtteilen nicht mehr stattfinden können.

Deshalb haben sie sich in der Jugendarbeit bereits vor zehn Jahren zusammengeschlossen. Beim Umbau des Höchster Gebäudes wurden im ersten Stock Räume für den Unterricht geschaffen. 600 000 Euro haben die gekostet, finanziert durch Spenden.

450 Mitglieder hat die fusionierte Höchster Gemeinde insgesamt, sehr viele Junge und Alte, weniger Mitglieder im mittleren Alter, wie Opdenplatz erläutert. Der 16-jährige Alexander Roder freut sich auf eine „größere, schönere, lebendigere Gemeinschaft mit mehr Kindern“. Der Kelkheimer Schüler, der schon zuvor in Höchst Gemeindemitglied war, lobt die Gestaltung des umgebauten Gebäudes. „Es ist modern geworden und bringt neuen Wind“. Das Haus ist außen wie innen in Weiß gehalten. Kreuz und Orgel im Kirchenraum wurden neu arrangiert sowie ein Nebenraum für Veranstaltungen umgebaut.

Dort drängen sich am Sonntag nach dem Gottesdienst die Kirchenmitglieder am Buffet. Rolf Rindfleisch hat sich gerade gesetzt, um etwas zu essen. „Heute ist die Stunde Null“, sagt der 57-Jährige. „Das Integrieren und Harmonisieren ist ein Prozess, der noch andauern wird“, fügt das Höchster Gemeindemitglied hinzu. Er freue sich, „wieder daheim zu sein“. Dabei sei er im vergangenen Jahr als gebürtiger Griesheimer in der dortigen Gemeinde gut aufgenommen worden.

Zwei Gründe, weshalb man sich für den Standort in Höchst entschieden habe, seien die „Bausubstanz“ sowie die „gute Verkehrsanbindung“ gewesen, berichtet Kirchensprecher Andreas Rother. Die Anbindung ist auch wichtig für Irmtraut Happ. Sie könne zwar grundsätzlich auf eine Mitfahrgelegenheit zählen oder auch mal ein Taxi bestellen, sagt sie. Von Nied könne die Rentnerin aber auch mit dem Bus kommen. Die Haltestelle ist direkt gegenüber der Kirche.

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