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Die Königsteiner Straße soll schöner werden.

Höchst

Höchst - Bürger diskutieren Ideen für einen lebenswerteren Stadtteil

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Höchst Bürger äußern ihre Wünsche für einen schöneren Stadtteil.

Vom „Hochzeits-Hotspot“ über den Flusskreuzfahrt-Hafen bis zum autofreien Höchst reichen die Vorschläge. Die Frage, auf welche Weise sie das Zentrum ihres Quartiers schöner gestalten und weiter entwickeln wollen, beantworten die Höchster sehr unterschiedlich. Unter dem Motto „Wie können wir gemeinsam die Innenstadt-Höchst als Ort entwickeln, der als lebendiges Zentrum für uns alle funktioniert?“ hat am Samstag das Stadtteilbüro geladen, um mit den Bürgern Ideen für den Stadtteil zu diskutieren.

Rund 70 Höchsterinnen und Höchster sind ins Bikuz, in der Michael-Stumpf-Straße, gekommen, um sich den gesamten Samstag über in den Planungsprozess des Förderprogramms Innenstadt Höchst einzubringen.

„Gewerbe im Erdgeschoss, gemeinschaftliche Aktivitäten und kulturelle Nutzung sind in den kommenden fünf Jahren die Schwerpunkte des Programms“, berichtet Stadtplaner Jürgen Schmitt vom Stadtteilbüro. In den vorangegangenen zehn Jahren, seitdem das Programm besteht, habe der Schwerpunkt auf Wohnen gelegen, sagt er.

Von Antje Sommerkamp kommt der Vorschlag aus Höchst einen „Hochzeits-Hotspot“ zu machen. „Das Ambiente mit der romantischen Altstadt hat Potenzial“, sagt Sommerkamp. Bäckereien, Brautmoden-Läden, Juweliere sowie Papeterien könnten davon profitieren, fügt sie hinzu. Wie viele andere Paare hätten auch sie und ihr Mann Höchst durch ihre Hochzeit kennen gelernt und seien vor einem Jahr hergezogen.

Verkehrsfragen wie etwa die Gestaltung der unteren Königsteiner Straße interessieren die Teilnehmer. Eine Frau sagt: „Mir brennt das Thema Fahrrad fahren unter den Nägeln“. Ein Fahrradkonzept für das westliche Quartier wird von einem weiteren Teilnehmer gefordert und ein anderer wünscht sich „Höchst autofrei“. Dafür erhält er spontanen Applaus.

Als Eigentümer von zwei Wohnhäusern meldet sich Rolf Wiggert zu Wort. Er sagt: „Hauseigentümer sind auch verantwortlich für Höchst“. Der 42-Jährige stellt die Frage, was Immobilien-Eigentümer dazu beitragen und wie sie sich zusammenschließen könnten, um das Quartier lebenswerter zu gestalten. Mehr öffentliche Toiletten werden von mehreren Teilnehmern gefordert. Auch das Thema Sperrmüll ist den Bürgern wichtig. Öffentliches Gärtnern mit „Urban Gardening“ wünschen sich zwei Teilnehmerinnen und hätten dafür gerne Raum von der Stadt.

Fariba Khadivi möchte als Mitglied des „Bunten Tisches“, der seit mehr als zehn Jahren „verschiedene Kulturen zusammenbringt“ und sich für die Belange von Migranten einsetzt, diese mehr integrieren. Dafür wünscht sie sich ein „Netzwerk, um die unterschiedlichen Aktivitäten zu bündeln“. Ihr „Traum“ sei eine Begegnungsstätte. Diese könnte möglicherweise der Frankfurter Verband anbieten. Die Leiterin des Begegnungs- und Servicezentrums der Senioren-Initiative Höchst, Ute Brink-Geenen, berichtet, dass ihr Arbeitgeber in der Bolongaro- sowie der Gebeschusstraße zwei Begegnungsstätten betreibe. „Wir würden dort neben der Senioren-Initiative auch gerne andere Initiativen beherbergen“, sagt Brink-Geenen.

Ortsbeiratsmitglied Uwe Eisenmann (fraktionslos) schlägt vor, das Höchster Mainufer als Schiffs-Anlagestelle für Ausflugsdampfer und Flusskreuzfahrtschiffe zu nutzen, um so den Tourismus im Stadtteil anzukurbeln. Die Ergebnisse aus der Ideenwerkstatt sollen, in einem Bericht zusammengefasst, den Stadtverordneten vorgelegt werden.

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