Verkehr

Per Seilbahn in die Ballsporthalle

Die Grünen im Ortsbeirat 6 wünschen sich eine Seilbahn, mit der die Menschen von der S-Bahnstation Farbwerke zur Ballsporthalle gelangen.

Die Stadt soll prüfen, ob nicht eine Seilbahnverbindung zwischen der S-Bahn-Station Farbwerke und der Ballsporthalle möglich wäre. Baulich wie wirtschaftlich. Das wünscht der Ortsbeirat 6, einen entsprechenden Antrag der Grünen hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen.

Das Thema beschäftige die Stadt ohnehin, da auch der Regionalverband einige Seilbahnverbindungen vorgeschlagen habe, argumentieren die Grünen. Und zwischen Farbwerksbahnhof und Sporthalle bietet sich an, eine Verbindung zu schaffen, um den ÖPNV zu stärken. Die meisten Besucher der Halle reisen mit dem Auto an und parken die Nachbarschaft zu. Die Ballsporthalle bietet keine eigenen Parkplätze. Und die Stellplätze an der Jahrhunderthalle müssten Veranstalter teuer anmieten, sofern sie überhaupt frei sind, also nichts gleichzeitig in der Jahrhunderthalle läuft.

Womöglich würden mehr Leute auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen, wenn die Anreise per Bahn attraktiver wäre, sagen die Grünen. Zu Fuß sind Besucher immerhin 13 Minuten vom Bahnhof zur Hallentür unterwegs. Eine Unterführung oder Brücke wäre zu teuer.

In der vergangenen Sitzung hat der Ortsbeirat einstimmig gefordert, dass Veranstalter für die Ballsporthalle ein RMV-Kombiticket einführen. Das soll die Stadt als Voraussetzung für die Vermietung der Halle machen. Ergänzend soll es einen Shuttleservice ab den S-Bahn-Stationen Höchst Bahnhof und Farbwerke geben. Das allerdings bieten die Basketballer der Fraport Skyliners bereits an, ab Höchst Bahnhof. Nun also ein weiterer Vorstoß: Besucher sollen mit der Bahn anreisen und dann per Seilbahn übersetzen. Die CDU steht der Idee allerdings skeptisch gegenüber. „Es besteht die Gefahr, dass wir uns der Lächerlichkeit preisgeben“, sagt Fraktionssprecher Markus Wagner. Es gebe viel zu wenige Veranstaltungen in der Halle, das würde eine große Investition nicht rechtfertigen.

Außerdem wolle die Stadt ja das Silogebiet entwickeln, dort sollen 1000 neue Wohnungen entstehen. Das mache dann die Unterführung von der S-Bahn aus wieder interessant, findet Wagner. Das wäre aber auch ein Pluspunkt für eine Seilbahn, findet Antragsteller Thomas Schlimme. Die Seilbahn wäre sicher günstiger zu realisieren als eine große Unterführung. Auch wenn er das Silogebiet wegen ökologischer Bedenken eigentlich ablehne.

„Wir werden künftig noch größere Verkehrsprobleme bekommen als jetzt“, sagt Doris Michel-Himstedt von der SPD. Darum solle die Stadt sich ruhig einmal mit dem Thema Seilbahnen auseinandersetzen.

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