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Höchst

Ortsbeirat fordert Dialog zu Klinik-Apotheke in Höchst

Die Apotheke des Klinikums Höchst soll in die Hände eines Privatanbieters ausgelagert werden. Die Mitarbeiter sollen übernommen werden. Dennoch sind viele Fragen offen.

Bevor eine Entscheidung zur geplanten Auslagerung der Apotheke des Klinikums Höchst in Hände eines Privatanbieters getroffen wird, möge der Magistrat eine Gesprächsrunde mit allen Beteiligten initiieren: Diesen Antrag hat der Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) in seiner Sitzung am Dienstagabend im Saalbau Griesheim einstimmig auf den Weg gebracht. Das Anliegen hatten CDU, SPD, Grüne und Linke gemeinsam formuliert.

Weil viele Fragen offen sind, obwohl die Ausschreibung der Apothekendienste bereits läuft, soll der Magistrat den Betriebsrat des Klinikums mit der Geschäftsführung des Klinikverbunds Frankfurt-Main-Taunus und dem Dezernenten für Personal und Gesundheit, Stefan Majer (Grüne), an einen Tisch bringen. Bei diesen Gesprächen solle umfassend informiert sowie offene Fragen geklärt werden, um „darauf aufbauend eine fundierte Entscheidung zur Zukunft der Klinikapotheke“ zu treffen, fordert der Ortsbeirat.

Sabine Örtlek, Krankenschwester in der Onkologie am Klinikum Höchst und Betriebsrätin, teilte ihre Bedenken dem Ortsbeirat in der Bürgerfragestunde mit. Die Erfahrungen des Betriebsrats mit Outsourcing seien eher schlecht, sagte sie. Als Beispiel führte sie die Küche an: Das Essen fürs Höchster Klinikum kommt jetzt aus Kelkheim. Die Vergabe der Apothekenleistungen an einen Privatanbieter werde auch qualitativ kritisch gesehen, denn: Laut aktuellen Plänen des Klinikverbunds Frankfurt-Main-Taunus soll an keinem der drei Standorte, also auch nicht in Hofheim oder Bad Soden, künftig eine eigene Apotheke unterhalten werden.

Die Leistungen soll ein externer Anbieter erbringen. Die hauseigene Apotheke sei künftig nur mit erheblichem zusätzlichem Kostenaufwand und merklichen negativen Deckungsbeiträgen innerhalb des Klinikums weiter zu betreiben, hieß es im Dezember seitens der Geschäftsführung der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus.

Der Übergang des Apothekenbetriebs war ursprünglich zum 1. Januar 2021 geplant. Die Auslagerung beinhalte auch den „Übergang des Apothekenpersonals hin zu dem externen Dienstleister“, hatte Dezernent Majer auf Anfrage der Stadtverordneten Dominike Pauli (Linke) im Römer geantwortet. Externe Anbieter könnten Synergieeffekte nutzen, die sich aus der Belieferung vieler verschiedener Kliniken ergäben. Es gehe darum, Logistikprozesse effektiver und nachhaltiger zu gestalten. Zudem seien so niedrigere Einkaufspreise zu erreichen.

Die Zahlen, mit denen Majer operiere, seien „zumindest überprüfungswürdig“, monierte nun Betriebsrätin Örtlek. So sage Majer, Räumlichkeiten und Ausstattung der Apotheke seien veraltet und bedürften hoher Investition. Allerdings, so Örtlek, habe man zuvor kommuniziert, es werde nicht mehr in die Apotheke investiert, weil doch der Umzug in den Neubau des Klinikums bevorstehe.

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