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Das einstige Gemeindehaus an der Hospitalstraße ist verrottet und vermüllt, dort sollen neue Wohnungen entstehen. Foto: Maik Reuß
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Das einstige Gemeindehaus an der Hospitalstraße ist verrottet und vermüllt, dort sollen neue Wohnungen entstehen.

HÖCHST

Neue Wohnhäuser an der Hospitalstraße

Evangelischer Regionalverband stellt Bauvoranfrage für Grundstück der ehemaligen Christophorus-Gemeinde. 41 Wohnungen und eine Tiefgarage sind dort geplant.

Für seine Liegenschaft an der Hospitalstraße 42-48 hat der Evangelische Regionalverband bei der Stadt eine Bauvoranfrage eingereicht. Abgeklärt werden soll die planungs- und bauordnungsrechtliche Zulässigkeit der Errichtung von drei Mehrfamilienwohnhäusern mit insgesamt 41 Wohnungen und einer gemeinsamen Tiefgarage mit 38 Stellplätzen. Von den Wohnungen sollen 30 Prozent im geförderten Wohnungsbau entstehen. Die Voranfrage, teilt der Magistrat mit, werde derzeit geprüft.

Das Gelände, das früher die Christophorus-Gemeinde samt Kirchsaal, Kindergarten und Pfarrerswohnung beheimatete, war nach der Fusion mit der Gemeinde Höchst an den Regionalverband gefallen. Zuletzt hatten sich Klagen über die Verwahrlosung des Geländes gehäuft.

Davon hat aber zumindest die Stadt nichts mitbekommen: „Auch wenn die Liegenschaft seit einigen Jahren leer steht, hat die Stadtpolizei bei ihren Begehungen nur geringe Abfallablagerungen festgestellt“, heißt es aus der Verwaltung. In den vergangenen Jahren hätten den Magistrat auch „keine Beschwerden über Abfall auf dieser Liegenschaft“ erreicht.

Der Ortsbeirat 6 hat da offenbar eine andere Einschätzung. Er spricht von einer „Vermüllung der Liegenschaft“ und hatte die Stadt erst im Februar dazu aufgefordert, zu handeln: „Das Anwesen verfällt zusehends und ist kein schöner Anblick mehr.“ Die Intervention ging auf eine CDU-Vorlage, die das Gremium in der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl beschlossen hat.

Seit der Wahl ist Petra Scharf wieder zurück im Ortsbeirat und Fraktionsvorsitzende der SPD. Sie hatte ebenfalls im Februar öffentlich auf die Zustände hingewiesen – nachdem sie sich nach eigenen Angaben seit 2017 erfolglos beim Regionalverband um eine Verbesserung des Erscheinungsbilds bemüht hatte.

Zuletzt war im vorigen Sommer die Kindertagesstätte aufgelöst worden. Der Evangelische Regionalverband gab an, er habe versucht, in die Neukonzeption des Geländes wieder eine Kita zu integrieren. Das sei jedoch am mangelnden Interesse möglicher Investoren gescheitert.

Konkrete Angaben, wie es dort weitergehen soll, gab es im Februar noch nicht. Die Bekanntgabe der Bauvoranfrage des Regionalverbands ist jetzt die Reaktion der Stadt aufs Nachhaken der Ortsbeiräte. Von einer Kinderbetreuungseinrichtung ist in der planungs- und bauordnungsrechtlichen Anfrage keine Rede mehr.

Ein Problem ist zudem der Fußweg zwischen dem Gelände und dem Bahndamm: Auch er befindet sich in einem schlimmen Zustand; es gibt Wurzelaufbrüche und große Schlaglöcher. Die Stadtverwaltung hat bislang trotz monatelanger Recherche angeblich nicht klären können, wer für ihn zuständig ist.

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