Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

OB Feldmann (l.) und Henning Brandt, Leiter der Verwaltungsstelle Höchst, tragen den Stuhl des Bürgermeisters in den Palast.
+
OB Feldmann (l.) und Henning Brandt, Leiter der Verwaltungsstelle Höchst, tragen den Stuhl des Bürgermeisters in den Palast.

Höchst

Höchster Porzellan auf zwei Etagen

Das Höchster Porzellan-Museum wird in den Palast in der Bolongarostraße ziehen. Bürger sollen mitgestalten.

Es ist das von vielen voller Spannung erwartete Projekt innerhalb der Großsanierung des Bolongaropalastes, die nach zahlreichen Verzögerungen im Sommer 2023 abgeschlossen sein soll: das Bolongaro-Museum Höchst. Einen kleinen Blick in die Zukunft dieses Museums gibt jetzt Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt, in der neuen Broschüre „Aura“ seiner Einrichtung.

Demnach sollen auf beinahe 950 Quadratmetern Ausstellungsfläche die beiden Abteilungen des neuen Museums im Kern des Bolongaropalastes die Besucher anlocken. Das Porzellan-Museum wird nach seinen Worten in den ersten und zweiten Stock des Mittel- und Ostrisalits (in ganzer Höhe des Bauwerks vorspringender Gebäudeteil in der Barock-Architektur, Anm. d. Red.) kommen.

Die Geschichte der italienischen Händlerfamilie Bolongaro werde gemeinsam mit den einmaligen Preziosen der Höchster Porzellanmanufaktur – der weltweit größten Sammlung dieser Art – in die aufwendig geschmückten repräsentativen Räume des Palasts ziehen. Spannend für die Besucher: In einem großzügigen Schaudepot im zweiten Stockwerk sollen sie den Großteil der Sammlung besichtigen können.

Gerchow betont, woran Kritiker des Projekts in der Vergangenheit Zweifel geäußert hatten: „Für die Präsentation des Porzellans wird so deutlich mehr Fläche zur Verfügung stehen, als dies bislang im Kronberger Haus der Fall ist.“ Zudem würden die aufwendig gestalteten Figuren und Service aus dem 18. Jahrhundert mit einem baulichen Ensemble aus ebenjener Zeit präsentiert.

Hier beeindruckten vor allem Fresken und kunstvolle Stuckarbeiten. „Die Geschichten der Motive und die mit den Objekten verknüpften Personen“, verspricht Gerchow, „werden ebenso beleuchtet wie der spannende Wirtschaftskrimi rund um die Suche nach dem ,weißen Gold‘.“ Auch werde der Frage nachgegangen, was Porzellan und die Objekte aus der Höchster Manufaktur so besonders machen. Beim anderen Teilbereich der geplanten Einrichtung, dem Museum zur Höchster Geschichte im Westrisalit des Palastes, setzt Gerchow nach eigenen Worten auf Bürgerbeteiligung. Denn: „Hier soll nicht die eine Höchster Geschichte erzählt werden, sondern verschiedene Perspektiven und Stimmen aus dem gesamten Frankfurter Westen sichtbar werden.“

Zu den vielen Episoden zählten Funde aus der Römerzeit, der Einfluss des Mains auf die Stadtgesellschaft, die französische Besatzungszeit, das Projekt „Neustadt bey Höchst“, die Industrialisierung und Geschichte der Teerfarbenfabrik „Meister, Lucius und Co.“ – der späteren Hoechst AG – und die gegenwärtige Stadtgesellschaft.

Gemeinsam mit dem Kultur- und Museumsverein Bolongaro, dem Verein für Geschichte und Altertumskunde und anderen Einrichtungen sollen Ideen gesammelt und in Workshops Konzepte erarbeitet werden. Das Museum werde dabei zum Labor und die Höchster „zu Forschern an ganz unterschiedlichen Themenkomplexen“.

„Die Entscheidung, das Porzellan-Museum in den Bolongaropalast zu verlegen, hat bei den Beteiligten große Freude und Begeisterung ausgelöst“, sagt Henning Brandt, Leiter der Verwaltungsstelle Höchst. Insbesondere der Kultur- und Museumsverein Bolongaro, der immer dafür eingetreten sei, dass die Stadt die Federführung übernimmt, sehe sich jetzt am Ziel. „Durch die Ausweitung der Museumslandschaft ist das Nutzungskonzept des Bolongaropalastes insgesamt rund. Alle Beteiligten können hier von- und miteinander profitieren“, lobt Brandt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare