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Höchster Bahnhofstoilette bleibt vorerst offen

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Von: Michael Forst

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Die Toilettenanlage bleibt bis mindestens Ende des Jahres geöffnet. Das sichert die Stadt Frankfurt zu. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. Der Ortsbeirat zeigt sich enttäuscht von dieser Lösung.

Nach politischem Druck und langem Warten ist die Zukunft der Bahnhofstoilette in Höchst jetzt fürs Erste gesichert: Nachdem die Stabsstelle Sauberes Frankfurt für drei Monate eingesprungen war, hat nun das Amt für Bau und Immobilien übernommen – vorerst bis Jahresende.

„Dringlich war, die Fortsetzung des Betriebs der Toilette im Bahnhof Höchst vorläufig sicherzustellen“, erklärt Agnes von Römer, Referentin im Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen von Stadträtin Sylvia Weber (SPD). Daher habe Weber das Amt für Bau und Immobilien (ABI) angewiesen, in den Auftrag an die FES einzusteigen und die Kosten zu übernehmen.

Dass die Zukunft der Sanitäranlage damit nicht dauerhaft gesichert ist, lässt von Römer ebenfalls anklingen. Wie viele neu vorgesehene Toilettenanlagen müsse auch die im Bahnhof Höchst „für dauerhafte Vorhaltung und Betrieb sowie Vorhandensein der dafür erforderlichen Mittel als Teil des erarbeiteten Toilettenkonzepts durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden“.

Der Magistratsentwurf sehe sowohl den Betrieb der Toilette am Bahnhof vor als auch die Prüfung, ob und wie Vandalismus gegebenenfalls durch Dauerpräsenz von Wach- oder Reinigungspersonal sinnvoll, möglich und unter Berücksichtigung der Haushaltslage finanzierbar ist.

Das Thema ist nicht neu

Verbindliche Angaben zu den Toilettenanlagen könne der Magistrat erst nach Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung machen. Sie rechne damit, dass das Konzept noch vor der Sommerpause in den Geschäftsgang gegeben werde.

Mit zwiespältigen Gefühlen hat Susanne Serke, CDU-Stadtverordnete und Ortsvorsteherin im Frankfurter Westen, auf die Neuigkeit reagiert. Sie sei der Stabsstelle Sauberes Frankfurt und dem städtischen Müllentsorger FES dankbar, dass sie nach der vorübergehenden Schließung der WC-Anlage zu Beginn des Jahres die Finanzierung der Reinigung übernommen hätten.

Auch sei sie froh darüber, dass eine Lösung gefunden wurde. Andererseits findet sie es „enttäuschend“, dass diese nur bis zum Jahresende gelte. Dafür, dass die Finanzierung der Toilette all die Jahre nicht abschließend geklärt wurde und es zuletzt monatelange Gespräche darüber gegeben habe, sei das Ergebnis zu dürftig.

Auch dass noch nicht feststehe, wie die Bahnhofstoilette vor Vandalismus geschützt werden könne, stimmt Serke unzufrieden. „Auch wenn das ein schwieriges Thema ist – neu ist es nicht.“ mfo

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