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Höchst

Höchst: Umgestaltung des Ettinghausen-Platzes vertagt

Zwei Wettbewerbsbeiträge für den Ettinghausen-Platz in Höchst sind in der engeren Auswahl. Ende Januar soll eine Entscheidung fallen.

Beim Wettbewerb um die Zukunft des Ettinghausenplatzes in der historischen Altstadt von Höchst hat die Jury die Entscheidung verschoben. Zwei von zwölf eingereichten Beiträgen von Planungsbüros seien beim jüngsten Treffen des Preisgerichts in die engere Wahl gekommen, informiert die Stadt Frankfurt. Bei beiden Arbeiten sollen nun Teilaspekte der Entwürfe überarbeitet werden. Voraussichtlich Ende Januar werde dann die endgültige Entscheidung getroffen. Die Büros bleiben so lange anonym.

Der nach der jüdischen Familie Ettinghausen benannte Platz vor dem Bunker am Höchster Markt soll ansprechender werden. Die Stadt will ihn im Rahmen des Investitionsprogramms „Schöneres Frankfurt“ seiner Geschichte angemessen neu gestalten. In der Jury, die über die eingereichten Wettbewerbsarbeiten zur künftigen Platzgestaltung berät, sind Vertreter:innen aus Landschaftsarchitektur, Architektur, Politik, jüdischer Gemeinde, Bürgerschaft und der Fachämter.

Am südlichen Rand des Ettinghausenplatzes verlief bis ins 19. Jahrhundert die Stadtmauer mit dem sogenannten Hinterturm und davorliegendem Stadtgraben. Nachdem zunächst der Hinterturm als „Judenschule“ umgenutzt wurde, entstand 1816 an Stelle des Hinterturms zunächst eine kleinere Synagoge. 1905 errichtete die inzwischen deutlich gewachsene jüdische Gemeinde an gleicher Stelle ein größeres Gotteshaus als repräsentativen Klinkerbau.

Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge in Brand gesetzt und später bis auf die Grundmauern abgetragen. Ab 1940 wurde unmittelbar östlich des Synagogenstandortes ein heute denkmalgeschützter Luftschutzbunker errichtet und der östliche Abschluss der ehemaligen Synagoge überbaut; der größere Teil verblieb bis heute als unbebauter Freiraum.

Die Spuren dieser wechselhaften Geschichte wurden im Jahr 2020 im Rahmen archäologischer Grabungen untersucht. Dabei wurden die verbliebenen Fundamente der Synagoge und des Hinterturms freigelegt und dokumentiert. Nach Abschluss der Grabungen wurde die Platzfläche mit einer einfachen Asphaltdecke vorläufig wiederhergestellt.

Für die dauerhafte Gestaltung des Ettinghausenplatzes sollte im geplanten Wettbewerb ein Konzept gefunden werden, das mit einer besonderen und hochwertigen Gestaltung die Geschichte des Ortes in angemessener Weise erlebbar macht. Gesucht wurden Entwurfsansätze, welche die komplexen Themen, Zusammenhänge, Spuren und Ereignisse in ein integrales Gestaltungskonzept überführen. (FR)

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