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Dezernent Markus Frank (Mitte) mit der Stadtpolizei in Höchst.  

Höchst

Höchst: Respektlose Stadtpolizei

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Vorwürfe der Bürger seien größtenteils ein Missverständnis, sagt CDU-Stadtrat Markus Frank. Der Ordnungsdezernent fordert mehr Verkehrspolizisten.

Stadtrat Markus Frank (CDU) wünscht sich die Sicherheitsleute der privaten Dienstleistungsfirma Wisag zurück, als Unterstützung für die städtische Verkehrspolizei des Straßenverkehrsamtes. Für die ist er zwar gar nicht zuständig, sondern der Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Aber entspannen würde es die Lage in der Stadt schon, sagt Frank, wenn die Verkehrspolizei wieder genügend Mitarbeiter hätte.

Eigentlich ist Markus Frank am Dienstag zu Gast im Ortsbeirat 6, um über die Arbeit der Stadtpolizei des Ordnungsamtes zu berichten. Für die ist er zuständig, als Ordnungsdezernent. Und die ist auch vorbildlich mit Personal bestückt, sagt Frank. Die Stellen seien zu 95 Prozent besetzt, macht in Summe 200 Mitarbeiter, die stadtweit agieren.

Dennoch hat es im Frankfurter Westen Beschwerden gegeben. Die Stadtpolizei sei zuweilen respektlos, finden manche Bürger. Sie agiere auch nicht kunden- und lösungsorientiert. Die Vorwürfe beruhen allerdings auf einem Missverständnis, findet Frank.

Die Stadtpolizei habe viele wichtige Aufgaben, alleine sie alle aufzuzählen dauert am Dienstag eine ganze Weile. Sie sei aber auch nicht für alles zuständig. Zum Beispiel nicht für Raser oder Falschparker. Um die kümmert sich die Verkehrspolizei.

Just diese zwei, das Rasen und Falschparken, sind aber sichtbare Ärgernisse, über die sich viele Bürger aufregen. Im Gegensatz zu Vergehen gegen das Fischereirecht oder Verstöße gegen das Feiertagsrecht. Im Normalfall würde die Stadtpolizei – und sogar die Landespolizei – Beschwerden über rüpelhafte Autofahrer auch entgegennehmen und an die richtige Stelle weiterleiten.

Wenn die Mitarbeiter allerdings gerade dabei sind, die Verursacher einer illegalen Müllhalde aufzuspüren, oder mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt sind, stoppen sie halt nicht, wenn jemand falsch parkt. So wie sich die Landespolizei auch eher um einen Banküberfall kümmert, als um Falschabbieger. „Das ist eine Frage der Prioritäten“, sagt Frank.

Wenn er sich was wünschen könnte, fände er ein paar mehr Mitarbeiter für die Stadtpolizei nicht schlecht. Und eben mehr Verkehrspolizei. „Wenn die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass Ordnungswidrigkeiten geahndet werden, macht das schon Eindruck“, sagt er. Und es würde die Zahl der Missverständnisse in Bezug auf seine Stadtpolizei sicher verringern.

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