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Samstags ist der Wochenmarkt an der Melchiorstraße in Höchst gut besucht.
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Samstags ist der Wochenmarkt an der Melchiorstraße in Höchst gut besucht.

Höchst

Höchst: Keine Einigung an Markttagen

  • VonMichael Forst
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Trotz vieler Bemühungen der Bürgervereinigung Höchster Altstadt lehnen die Händler:innen des Höchster Wochenmarktes eine Zufahrtssperrung an der Melchiorstraße ab, um dem Parkplatzchaos Herr zu werden. Sie befürchten, dass dann die Kundschaft fern bleibt, die zum größten Teil mit dem Auto aus dem Taunus zum Einkaufen kommt.

Mit einem Brief an die Marktbeschicker wollte die Bürgervereinigung Höchster Altstadt (BVHA) nach eigenem Bekunden die emotionale Debatte um die Lösung des Parkplatzchaos‘ an den Markttagen entschärfen und Missverständnisse aus dem Weg räumen. Immerhin, so der Vorstand, beschäftige man sich sich seit fast zwei Jahren in einer bürgerschaftlichen Arbeitsgemeinschaft mit der Verkehrssituation am samstäglichen Wochenmarkt. In vielen „konstruktiven Gesprächen“, auch mit de, Sprecher der Marktbeschicker:innen, Markus Schaetzle, seien gute Ideen entstanden, die allen nützten.

Dennoch bleibt die BVHA bei dem von den Händlerinnen und Händlern kritisierten Vorschlag, die Zufahrt an der Ecke Melchiorstraße/Antoniterstraße zu schließen, damit die etwa 20 Parkplätzen an der Marktsüdseite frei bleiben. Für den Bürgerverein ist dies unabdingbar, um den Problemen an den Markttagen Herr zu werden: Denn wer mit dem Auto samtags zuzm Markt kommt und einen Parkplatz sucht, umkreist den Platz, behindern Passanten zwischen Markt und Markthalle; parkt widerrechtlich an den Gehwegen, behindert so insbesondere Menschen in Rollstühlen oder mit Kinderwagen.

Die Händler:innen fürchten aber, dass die Leute wegblieben, wenn die Zufahrt gesperrt wird, weil dann zu wenige Parkplätze in Marktnähe vorhanden seien und sie ihre schweren Einkäufe wie Kartoffelsäcke zu weit zum Auto tragen müssten.

Die BVHA schlägt daher vor, die Längsparkplätze an der Melchiorstraße von der Justinuskirchstraße bis zur Leverkuser Straße zu Marktzeiten als Kurzzeitparkplätze für alle auszuweisen. Damit stünden Kundinnen und Kunden sogar etwa 36 Parkplätze und nicht nur 20 zur Verfügung.

Hinzu kämen für samstags die bereits als Kurzzeitparkplätze ausgewiesenen 14 Plätze an der Südseite der Melchiorstraße von Justinuskirche bis Antoniterstraße, die bisher jedoch nur von Montag bis Freitag ohne Anwohnerparken gelten. Das Schleppen schwerer Einkäufe über längere Strecken will die Bürgervereinigung verhindern, indem Stellplätze an der Südseite der Melchiorstraße ausschließlich für die Abholung von schweren Einkäufen ausgewiesen werden. Für andere Kundinnen und Kunden schlagen sie einen Bringdienst für die Einkäufe zum weiter entfernt geparkten Auto oder die Bereitstellung von Sackkarren vor.

Markus Schaetzle kann der jüngste Vorstoß der BVHA nicht überzeugen. „Wir, die Marktbeschicker, sind gegen Sperrungen in jedweder Form, die die südlichen Parkplätze berühren“, betont er. Grund: Die meisten Leute kämen aus dem Main-Taunus-Kreis, seien oft älteren Semesters und bräuchten marktnahe Parkmöglichkeiten. Die Stellplätze an der Südseite dürften nicht angetastet werden, auch nicht testweise, sagt Schaetzle – und verweist auf „Umsatzrückgänge von 30 bis 40 Prozent in der Zeit, in der diese Parkplätze durch die Baustelle am Ettinghausen-Platz gesperrt waren“.

Die Umwandlung in Kurzzeitparken indes befürworteten die Marktbeschicker. Auch sollten Straßen der Umgebung wie die Paulistraße als Parkalternative für Marktbesucher kenntlich gemacht und zusätzlich Wegemarkierungen zum Markt angebracht werden.

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