Mike Josef rollt die Bänke vor.  
+
Mike Josef rollt die Bänke vor. 

Höchst

Höchst: Freude über mobile Bänke

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
    schließen
  • Michael Forst
    schließen

Die neuen Sitzgelegenheiten in Fußgängerzone und Hostatostraße von Höchst kommen gut an. das Stadtteilbüro sucht weitere Paten.

Sie ist der Smart unter den Frankfurter Sitzgelegenheiten: die neue Höchster Bank. Praktisch ist sie, mobil. Ein bisschen kleiner zwar als eine herkömmliche Bank, dafür kann man sie abends wegräumen. „Von der Idee und dem Design her ist sie sehr schön“, befindet auch Waltraud Beck von der Senioreninitiative Höchst. Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hat das neue Möbel kürzlich zum ersten Mal in den öffentlichen Raum gerollt. Die Senioren haben Probe gesessen.

„Sie waren ja auch Mit-Ideengeber“, sagt Jürgen Schmitt vom Stadtteilbüro an der Bolongarostraße. Das Büro der „Projektstadt“ der Nassauischen Heimstätte betreut im Auftrag der Frankfurter Stadtplanung das Förderprogramm Innenstadt Höchst, ist also eine Art Quartiersmanagement. Dazu gehört auch, in Konflikten zu vermitteln. Wie bei dem langwierigen Streit über die früheren Bänke auf der Königsteiner Straße.

Die waren beliebt, tagsüber bei Passanten, die zum Schwatz verweilten oder sich beim Einkauf mal ausruhen wollten. Sie waren aber auch abends und nachts Anziehungspunkt – für Trinker, Ruhestörer, Randalierer, alles was Nachbarn nervt. Die Stadt hat darum das Sitzangebot ausgedünnt. Was wiederum den Tages-Besuchern missfällt. Die Senioreninitiative hat sogar zum Sit-In-Protest aufgerufen.

Das ist nicht mehr nötig. Vier Exemplare hat das Stadtteilbüro aufgestellt, zwei in der Fußgängerzone – vor einem Friseursalon und einem Computergeschäft, eine vors Blumenhaus in der Hostatostraße und eine vor dem Stadtteilbüro an der Bolongarostraße 135. „Unser Vorführmodell.“ Sie sind bunt, zusammenklappbar, lassen sich wie eine Sackkarre über das Pflaster rollen. Wohlgemerkt: Nur zu Geschäftszeiten. Nach Ladenschluss schließen Bank-Paten sie weg.

„Es ist schön, dass die Stadt Paten gefunden hat“, lobt Waltraud Beck. Gleichwohl könnten es noch ein paar mehr sein. Die Bänke sind recht klein, sie müssen ja nachts irgendwo unterschlüpfen. Zwei Passanten finden darauf Platz, zu Corona-Zeiten nur einer, wegen der vorgeschriebenen Abstände. „Ich würde mir vor allem für den oberen Bereich ein paar wünschen“, sagt Beck verschmitzt. Dort, wo es Richtung Main geht.

Auch Jürgen Schmitt sagt, die Suche nach Paten gehe weiter. „Wir wollen nicht flächendeckend Bänke aufstellen, aber ein paar mehr schon.“ Paten tragen ja nicht nur die Verantwortung, sie dürfen die Möbel auch als Werbefläche nutzen. Die Anschaffungskosten steuert das Innenstadt-Förderprogramm bei.

Potenzielle Paten wenden sich an: Jürgen Schmitt, Stadtteilbüro, Bolongarostraße 135, 069 21 24 08 02 oder 0178 600 12 65.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare