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Das neue Blau ausprobieren.
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Das neue Blau ausprobieren.

Höchst

Hockey unter Olympia-Bedingungen

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Der Höchster Tennis- und Hockeyclub (HTHC) feiert Jubiläum und eröffnet sein neues Kunstrasenfeld. Doch das ist erst der Anfang.

Das tiefe Blau des neuen Hockeyfeldes überstrahlt alles. Da können auch Regenschauer dem Jubiläums-Wochenende des Höchster Tennis- und Hockeyclub (HTHC) nichts anhaben. Anlässlich des 120-jährigen Vereinsbestehens eröffnen die Hockey-Herren am Samstag gegen den HC Bad Homburg das neue Kunstrasenfeld. Rund 200 Zuschauer sind gekommen, um sich die 45 mal 90 Meter große Spielfläche anzuschauen, die von einer Tartanbahn für Läufer umrahmt wird und noch nach Kunststoff riecht. Klackernde Geräusche sind zu hören, wenn der Ball von den Spielern mit den hölzernen Schlägern angenommen wird. Wasser spritzt dabei aus dem aufgeweichten Boden.

Vereinspräsident Wolfgang Hofmann und Pressesprecherin Simone Rehart lassen die Blicke über das Areal schweifen. „Wir alle stehen vor dem Platz und sind ziemlich sprachlos, was wir gemeinsam erreicht haben“, sagt Hofmann. Mit dem Engagement vieler Mitglieder hätten sie den „Verein aus der tiefen Krise geholt“. In den vergangenen Jahren haben sie die Sanierung der gesamten Sportanlage geplant. Das Hockeyfeld mit Flutlicht-Anlage, Tartanbahn und Weitsprung-Gruben, wo auch die Unterliederbacher Turngemeinde sowie Schüler des Leibniz-Gymnasiums und der Hostatorschule trainieren, ist nur der Anfang.

Matteo (7 Jahre alt) spielt Tennis schon in der Schule, seine 5-jährige Schwester Emilia schaut erstmal zu.

Im nächsten Bauabschnitt soll eine neue Tennishalle mit vier Feldern gebaut werden. Die alte, marode Halle wird dann abgerissen. „So wird die Blickachse von unserem Vereinsheim auf das Hockeyfeld frei“, sagt Hofmann. Weitere Tennisfelder unter freiem Himmel sollen entstehen, sodass es nach Abschluss der Bauarbeiten insgesamt 13 Sandplätze geben soll.

Fünfeinhalb Millionen Euro werde der gesamte Umbau kosten, schätzt Hofmann. Ein Teil seines Grundstücks, das an den Heimchenweg angrenzt, hat der Verein daher an ein Bauunternehmen verkauft, das auf 4000 Quadratmetern Wohnungen bauen möchte. Die Stadt gebe nach aktuellem Stand eine Million Euro dazu, berichtet Hofmann. Vom Land kämen 200 000 Euro, so Rehart. Daneben habe der Klub einen Kredit aufgenommen. Bis zuletzt stagnierende Mitgliederzahlen würden wieder steigen, 537 seien es derzeit.

Vier junge Frauen haben das neue Feld lange herbeigesehnt. „Seit zehn Jahren warten wir auf einen Kunstrasenplatz“, sagt Abwehrspielerin Michelle Meister. Trainiert haben sie bereits auf dem Untergrund mit Olympia-Bedingungen und einzigartig in Hessen sein soll. „Der Ball läuft schön“, findet Mittelfeldakteurin Lena Blewitt. Es sei ein ganz anderes Spielgefühl, als auf dem vorherigen Natur-Rasen, ergänzt Debbie Höfling. „Man kann technisch viel mehr zeigen“, sagt Stürmerin Jule Essel. Beweisen wollen sie das einen Tag später, wenn sie erstmals auf dem neuen Feld auf Offenbach treffen werden.

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