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Höchst

Gesünder aufwachsen

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Stadt entwickelt in Höchst ein Präventionsprojekt für Kinder und Jugendliche. Erkenntnisse aus Höchst sollen später auf andere Stadtteile übergehen.

Höchst und ein Teil von Unterliederbach werden zum Pilotstadtteil in Sachen Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche. Die Stadt hat dafür eigens ein Präventionsprojekt ersonnen. „Gut geht’s“ heißt es. Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) und Manuela Schade aus dem Gesundheitsamt haben es am Dienstagabend im Ortsbeirat 6 vorgestellt.

Der Bund hat die Krankenkassen dazu angehalten, mehr Geld für Präventionsprojekte auszugeben. Das nutzt die Stadt nun, um „exemplarische Maßnahmen der Gesundheitsförderung zu entwickeln“, sagt Majer. Die Erfahrungen aus Höchst will die Stadt später auf andere Stadtteile übertragen.

Um einen Stadtteil für das Vorhaben auszudeuten, hat das Amt eine Reihe von Statistiken ausgewertet. Etwa den Sozialindex oder Einschulungsuntersuchungen. Indikatoren sind Übergewicht bei Kindern, Sprachauffälligkeiten, Entwicklungsauffälligkeiten in Bewegung oder Wahrnehmung, Deutschkenntnisse, aber auch Umweltfaktoren. Wer mehr Verkehr vor der Haustür hat, lebt auch ungesünder. „Wir wollen Verhalten und Verhältnisse gemeinsam denken“, sagt Schade.

Drei Stadtteile haben die Experten ermittelt, in denen die Kinder „ungleiche Gesundheits-chancen“ haben, wie Schade sagt. Das Gallus, Griesheim und Höchst. Für Höchst mit einem Teil von Unterliederbach hat sich das Dezernat entschieden, weil es dort nicht nur Probleme, sondern auch viel Potenzial für Erfolge gibt, sagt Majer. Also bereits viele Akteure tätig sind, die sich um die Gesundheit von jungen Leuten bemühen. Außerdem das Krankenhaus mit seiner Kinderklinik.

Entstehen sollen die Projekte dort, wo sich Kinder und Jugendliche tummeln. In Kitas, Familienzentren oder Schulen. Ernährung und Bewegung stehen auf dem Zettel. Aber auch psychisches Wohlbefinden, Sprach- und Medienkompetenz.

Was genau entstehen wird – Majer ist selbst „gespannt“, was den Schulen und Einrichtungen, Bürgern und Kindern einfällt. Im Topf für die Gesundheitsprävention sei jedenfalls mehr Geld, als die Stadt derzeit ausgeben könne. Darum wäre Majer froh, wenn sich Anschlussprojekte ergeben. Das Gut-geht’s-Projekt soll langfristig gesehen zu einem Verein werden.

Gut geht’s

Eine Kinder- und Stadtteilkonferenz zum Thema ist der nächste Schritt zu gesünderen Kindern und Jugendlichen in Höchst, am Freitag, 14. Juni, 10-17 Uhr, in der Helene Lange schule, Breuerwiesenstraße 4.

Info zum Projekt im Internet unter www.gut-gehts-in-frankfurt.de sky

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