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Frankfurt-Höchst: Suppen für rund 1000 Menschen

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Von: Alexandra Flieth

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Gegessen wird, was in den Mehrwegbecher kommt. Flieth
Gegessen wird, was in den Mehrwegbecher kommt. Flieth © Alexandra Flieth

Eine Brokkoli-Suppe mit Kartoffeln gewinnt den ersten Platz beim Suppenfest des „Bunten Tischs“ in Frankfurt-Höchst.

Es hat schon Tradition, dass Drehorgelspieler Gerardo aus Hofheim den Einzug der Suppenköchinnen und -köche anführt: Zum „10. Internationalen Höchster Suppenfest“ hat die Initiative „Bunter Tisch – Höchst miteinander“ ans östliche Ende der Bruno-Asch-Anlage direkt am Dalbergkreisel eingeladen.

Zuletzt konnte das Fest, das seit 2011 in jedem Jahr viele Besucher aus ganz Frankfurt in den Stadtteil lockt, pandemiebedingt im Jahr 2019 gefeiert werden. Insgesamt 29 Suppenkreationen stehen nun zur Auswahl – gekocht von Teilnehmer:innen aus Vereinen, Schulen, Initiativen aus dem Frankfurter Westen.

Entstanden ist das Fest einst aus der Idee heraus, Menschen eine Gelegenheit zum Austausch zu geben. So ganz wie früher ist das Fest aber doch nicht: „Wir haben die Fläche ein wenig entzerrt und die Pavillons anders aufgestellt – nicht durchgehend, sondern immer mit größeren Lücken“, erklärt Henning Brandt vom „Bunten Tisch“, der frühere Verwaltungschef im Bolongaropalast, jetzt Pensionär. Und auch für den Einzug der Suppenköch:innen gibt es dieses Mal einen eigenen abgeschlossenen Bereich direkt an der kleinen Bühne und vor dem langen Tisch mit Glasbehältern, die dort schon für die Wahl der beliebtesten Publikumssuppe bereitstehen. Die Besucher:innen stimmen nämlich mit Glasmurmeln ab, von denen jeder, der sich ein Suppenfest-Säckel kauft, drei Stück erhält.

In dem Säckchen, das für Erwachsene fünf Euro und für Kinder ein Euro kostet, gibt es neben den Murmeln und einem Löffel noch eine weitere Neuerung: den „Main-Becher“, einen Mehrwegbecher, der nach dem Suppenfest nicht in den Abfall muss, sondern etwa als „Kaffee-to-go-Becher“ genutzt werden kann und Teil des Frankfurter Bio-Pfandsystems ist, das vom kommenden Jahr an mit einer neuen Bechervariante an den Start geht. „Wir möchten unnötigen Abfall vermeiden und das Thema Nachhaltigkeit stärker im Stadtteil etablieren“, erklärt Henning Brandt.

Mittlerweile haben sich die Suppenköch:innen in die weißen Pavillons des Vereinsrings Höchst begeben und befüllen dort die Mehrwegbecher der Gäste mit ihren jeweiligen Kreationen. Das Angebot reicht von einem persischen Fleischtopf über Karotten-Ingwer-Suppe bis zur Brotsuppe aus geretteten Lebensmitteln. Alle Besucher:innen dürfen so viele verschiedene Suppen probieren, wie sie schaffen.

An den Ständen liegen die Rezepte aus; so kann man mögliche Allergene ausschließen, Unverträglichkeiten vermeiden und sich auch dafür entscheiden, ob’s vegetarisch, vegan oder ruhig auch mit Fleisch sein kann. Rund 1000 Besucher:innen, so schätzt Henning Brandt, sind zum diesjährigen Suppenfest gekommen. Der erste Platz der Fachjury geht an die Suppenkreation des Vereinsrings Höchst, eine Brokkoli-Suppe mit Kartoffeln, die von der Nachwuchs-Truppe des Vereins-Zusammenschlusses gekocht worden ist.

Und auch die Kinderjury, bestehend aus sechs Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 17 Jahren, hat ihren Favoriten gekürt: die Karotten-Ingwer-Suppe der Hostatoschule bekommt ihre Stimmen.

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