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Der neu restaurierte Park – mit Weiher, ohne Aquaman.

Höchst

Der frisch sanierte Park in Höchst ist ein Schmuckstück - ein Besuch

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Der neue Park in Höchst kann sich mit den großen Anlagen durchaus messen. 

Ein kleiner Junge will es ganz genau wissen: „Wohnt da unten Aquaman?“, fragt er und deutet auf den Weiher des Stadtparks. „Nein“, antwortet die Mama, „der lebt im Meer.“ Aber wundern würde sich doch niemand, wenn in dem Moment ein Superheld dem Wasser entstiege. Immerhin ist der halbe Frankfurter Magistrat zugegen, um die frisch sanierte Parkanlage der Öffentlichkeit zu übergeben.

3,5 Millionen Euro hat die Stadt in das Areal investiert, lobt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Den „wunderschönen“ Spielplatz hat sie 2014 bereits eröffnet. Jetzt kommen noch attraktive Wege dazu, die kleine Brücke haben Fachleute restauriert. Ämter und Dezernate haben gut zusammengearbeitet, freut sich Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Die Parkanlage im Westen werde gerne vergessen, wenn es ums Frankfurter Grün gehe. Sie brauche sich aber nicht vor Holzhausen- oder Günthersburgpark zu verstecken, findet Josef. Im Zuge der Sanierung der 19 Hektar großen Anlage hat die Stadt vier Kilometer Weg erneuert und 55 Bänke. Und die Stadt hat Platz gewonnen durch den Rückbau von Parkplätzen.

Die hat die SG Hoechst auf ihrem Gelände neu geschaffen. Ein guter Schritt, lobt Sportdezernent Markus Frank (CDU): „Dafür haben wir den Kunstrasen bekommen.“ Das verkleinert zwar die Sportfläche, der Kunstrasen erlaube aber mehr Trainingszeit als der Tennenplatz. Auch Frank lobt die gute Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen der Stadt. Zumindest in Höchst demonstriert die Römer-Koalition also innigen Zusammenhalt.

Da verbleibt es Ortsvorsteherin Susanne Serke (CDU), wenigstens ein bisschen, äh, konstruktive Anregungen zu geben. Bei aller Begeisterung über den schönen Park vermissen die Besucher ein Café oder einen Kiosk, am besten mit öffentlicher Toilette. Auch die Parkplätze würden die Besucher des angrenzenden Kleingartenvereins doch vermissen. Die dürfen nicht bei der SG Hoechst parken. Möglichkeiten für eine Gastronomie hat die Stadt durchaus geschaffen. Am Südufer des Weihers, wo ein Metallgitter aus dem Ufer lugt, könnte das Café entstehen, zwischen den immergrünen Eiben am Weg. Dort liegen die nötigen Versorgungsleitungen und ein Anschluss fürs Abwasser. Das Grünflächenamt führt bereits mit möglichen Pächtern Gespräche, sagt Amtsleiter Stephan Heldmann. Zur Finanzierung gibt es allerdings noch gravierende Fragen. Toiletten seien bei einer so stark frequentierten Anlage eigentlich selbstverständlich, sagt der Amtsleiter auch.

Noch etwas sorgt die Bürger: Radler und Fußgänger nutzen die gleichen Wege. Ein älterer Herr bittet deswegen, für gegenseitige Rücksichtnahme zu werben. Er gehört aber nicht zur Römer-Koalition.

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