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Filme vor historischer Kulisse: das Festival auf der Terrasse des Alten Schlosses. 

Neues Sicherheitskonzept 

Kurzfilmfestival „Shorts at Moonlight“ zurück auf der Terrasse des Alten Schlosses

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Das Kurzfilmfestival „Shorts at Moonlight“ ist zurück auf der Terrasse des Alten Schlosses – mit einem neuen Sicherheitskonzept.

Frankfurt - Der Samstagabend beginnt mit Piano- und Gitarrenklängen, immer wieder kommen sanfte Windstöße auf. Atmosphärisch könnte es also schlechter laufen bei der diesjährigen Ausgabe des Kurzfilmfestivals „Shorts at Moonlight“. Ob dieses überhaupt auf der Terrasse des Alten Schlosses Höchst gastieren kann, stand bis vor einigen Wochen noch in den Sternen. Denn aufgrund eines neuen Sicherheitskonzeptes der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Eigentümerin des Schlosses ist, musste das Fest vergangenes Jahr eine Pause einlegen.

Taschenkontrollen eingeführt

Das neue Konzept habe einige Änderungen mit sich gebracht, berichtet Festival-Leiterin Gudrun Winter, die das Event mit vielen ehrenamtlichen Helfern des Vereins „Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival“ auf die Beine stellt: So müssten nun Taschen kontrolliert und Fluchtwege mit Akkulichtern beleuchtet werden, damit die Gäste auch bei einem Stromausfall zu den Notausgängen fänden. Auch der Nachweis der Sicherheitsvorkehrungen in Form von Checklisten sei Pflicht.

„Da ist bürokratischer Aufwand dazugekommen“, so Winter. Drei zusätzliche Leute habe sie einstellen müssen, um die Ausgänge vom Veranstaltungsgelände, die aufgrund des neuen Sicherheitskonzepts ständig offen sein müssten, zu sichern. „Ich persönlich schätze die Gefahrensituation hier als sehr überschaubar ein“, meint Winter. Schließlich sei das Festival kein Rockkonzert, das Publikum bestehe größtenteils aus Bildungsbürgern. Und die Terrasse biete eine große Fläche für relativ wenige Personen – maximal 600 Besucher fänden an den Tischen und auf Klapp- oder Liegestühlen Platz.

Eintrittspreise nicht angehoben

Bei den Worten der Veranstalterin schwingt allerdings keine Bitterkeit mit. Trotz des finanziellen Mehraufwandes habe man die Eintrittspreise nicht angehoben, und die meisten Besucher hätten Tickets bereits im Vorverkauf erworben. „Die Verkäufe sind sensationell“, freut sich Winter. „Die Leute haben sich darauf gestürzt“. Anteil daran, dass das Festival in diesem Jahr wieder am angestammten Ort gastieren kann, trage auch die Stadt Frankfurt, denn diese „hat sich wahnsinnig engagiert, dass es möglich war, die Schlossterrasse wieder zu nutzen“, so Winter.

Auch bei den Besuchern kommt das Event gut an. Renate Sterzel, die zum ersten Mal auf dem Kurzfilmfestival ist, bescheinigt der Veranstaltung eine „schöne Stimmung“. Und ihr Begleiter zeigt sich ebenfalls begeistert: Das gemischte Publikum gefalle ihm gut, es sei alles sehr einladend und „das Catering ist auch nett gemacht“. Ein anderer Besucher ist bereits zum vierten Mal dabei, und das, obwohl er eigentlich kein großer Kurzfilm-Fan sei. Doch er möge das Draußensitzen, die Kulisse: „Das ganze Drumherum ist angenehm“. Die Atmosphäre ist in der Tat besonders, mit dem Main unterhalb der Terrasse und der Kulisse des Alten Schlosses, dessen Turm sich hinter der Leinwand abzeichnet.

Kaum ist die Sonne untergegangen, fängt das Filmprogramm an. Sieben Filme, jeweils zwischen fünf und 30 Minuten lang, bekommt das Publikum an diesem Abend zu sehen. Im Prinzip bleibt also alles beim Alten – trotz des neuen Sicherheitskonzeptes.

von Fabian Böcker

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