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Festival-Stimmung im Höchster Brüningpark

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Zum Wohl: Catalina Schmitt, Stefan Müller und Martina Schmitt stoßen an.
Zum Wohl: Catalina Schmitt, Stefan Müller und Martina Schmitt stoßen an. © Maik Reuß

Das „Fest der Vereine“ meldet sich nach zweijähriger Schlossfest-Zwangspause zurück.

Äppelwoi-Cola ist wie Urlaub in Offenbach“ – dieser Schriftzug prangt neben einem „Gerippten“ auf dem T-Shirt von Stefan Müller. Der Heddernheimer ist mit seiner Lebensgefährtin Martina Schmitt und deren Tochter Catalina zum Fest der Vereine in den Höchster Brüningpark gekommen. Das Fest der Vereine ist Teil des 64. Höchster Schlossfestes. Es steht nach zweijähriger Zwangspause unter dem Motto: „Heechst am Maa – mir sin widder da! Mit Infraserv un TeGeHa!“. Denn 25 Jahre Infraserv und 175 Jahre Turngemeinde Höchst werden gefeiert. Organisiert wird das Fest vom Vereinsring Höchst – unter Mithilfe vieler ehrenamtlicher Helfer:innen.

Martina und Catalina Schmitt sowie Stefan Müller stoßen mit Caipirinha an. Und um das klarzustellen – Äppelwoi-Cola, das gehe gar nicht, sagt Müller. Trotzdem hätten sich Besucher des Festes schon von seinem T-Shirt dazu animiert gefühlt, diesen Mix zu bestellen. Dafür gibt es eine Entschuldigung: „Die kamen aus dem Saarland.“

Catalina Schmitt war vor Corona jedes Jahr Stammgast beim Schlossfest „Es ist eine tolle Atmosphäre, und das Besondere ist, dass die Bands toll ausgewählt sind und man als Besucher für das Programm noch nicht einmal Eintritt bezahlen muss“, lobt sie. Traditionell feiern die Vereine ein zweitägiges Fest in der Altstadt.

Am Wochenende wurde es jetzt erstmals hauptsächlich im Brüningpark gefeiert. Bühne und Bänke im Park sind wieder genutzt worden. An der Altstadt haben die Stiftergemeinschaft Justinuskirche und der Höchster Geschichtsverein festgehalten: Die Stifter, weil sie in der Justinuskirche auch wieder Kurzkonzerte anbieten und daneben das kleine Gärtchen zur Verfügung haben; die Historiker:innen, weil sie ebenfalls mit eigenem Garten autark sind.

Die anderen Vereine haben ihre Buden rund um den Park aufgeschlagen. Hinter der Bühne bereiten sich die Bands für ihre Auftritte vor. Kinder spielen und tanzen derweil vor der Bühne, während die Großen an Tischen und Bänken sitzen oder Picknickdecken ausgebreitet haben und in die Sonne blinzeln – es herrscht Festival-Stimmung.

Das findet auch Michael Egersdörfer aus Griesheim, der mit Freunden gekommen ist. Das Areal im Brüningpark wirke viel offener, sagt er. Aber auch in der Altstadt sei es immer sehr schön gewesen. Nicole Meder-Welcher aus Nied, die zusammen mit ihrer Familie die besondere Atmosphäre genießt, bringt es auf den Punkt: „Endlich findet das Schlossfest wieder statt und man trifft Leute, die man schon lange nicht mehr gesehen hat.“

Überall erklingt Musik. Die „Estrellas“, eine Band aus Breda in den Niederlanden, und „The Absurdist Pipe Band“ aus Irland laufen herum, spielen mal hier, mal dort und locken Zuschauer und Zuschauerinnen. Den Iren ist nur leider der Dudelsackspieler abhandengekommen, Corona. Doch sie wollten nicht absagen und sind eben nun als „Pipe Band“ ohne Piper da. Doch was man so hört, dürfte es nicht ihr letztes Engagement in Höchst gewesen sein.

Am kommenden Montag endet das Schlosspark-Fest mit dem großen Feuerwerk um 22.30 Uhr über dem Main.

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