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Ein Hingucker in der Windhorststraße

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Von: Michael Forst

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Florian Erb gestaltete die Hausfassaden in der Windhorststraße.
Florian Erb gestaltete die Hausfassaden in der Windhorststraße. © Maik Reuß

Der Frankfurter Künstler Florian Erb hat Fassade in der Windhorststraße gestaltet. Auftraggeber sind die Nassauischen Heimstätten.

Etwas hier ist anders – und einige Passanten in der Höchster Windthorststraße haben es gleich bemerkt, zücken ihre Smartphones und fotografieren die neue Fassade der Mietshäuser 79 und 81. Denn was der Frankfurter Künstler Florian Erb auf die einst graue Fassade gebracht hat, erweist sich bei der vom Auftraggeber, der Nassauischen Heimstätten (NHW), organisierten Präsentation am Freitag als Hingucker mit Geschichtsbezug: Das linke Gebäude ziert ein Porträt Ludwig Windthorsts. Auf der rechten Fassade beschützen Hände einen Blätterzweig, darunter sind sechs fröhliche Gesichter in einer Reihe zu sehen: Jedes steht für einen anderen Kulturkreis. Den Namensgeber und ein Logo mit den „100 Jahre NHW Jubiläumsaktivitäten“ zu integrieren sowie Nachhaltigkeit und Diversität auszudrücken, das war Florian Erb dabei vorgegeben.

Fast 100 Mieter aus dem betroffenen Haus, aber auch aus den umliegenden Gebäuden, wählten seinen Entwurf aus insgesamt drei Vorschlägen zum Favoriten. „Ich habe versucht, alles auf möglichst einfache Art unter einen Hut zu kriegen“, erklärt der Künstler. „Deswegen ist die Formsprache bewusst simpel gewählt“, ergänzt Erb. Dann schwärmt er von den Reaktionen der Menschen beim Anbringen seiner Fassadenkunst: „Ich stand oben auf dem Kranwagen und malte. Währenddessen bemerkte ich immer wieder Blicke vorbeikommender Fahrradfahrer und Fußgänger.“

Viele hätten gefragt, was da gerade entstehe. Und viel Lob habe er auch erhalten, erinnert er sich. Das Feedback habe ihn gefreut und beflügelt – ebenso wie die Aussicht, dass seine bunte Fassade wohl noch jahrelang zahlreichen Menschen ins Auge springen dürfte. „Früher war ich Theatermaler“, erzählt er. „Wenn das Stück irgendwann abgespielt war, verschwand meine Kunst einfach, das fand ich immer schade.“ Auch deshalb sei er irgendwann Fassadenmaler geworden. Mit etwa 150 Quadratmetern gehöre das Bild übrigens zu den größeren seiner Werke. mfo

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