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Das Restaurant „Schwarzer Stern“, hier hinter der Justitia, ist jetzt fertig saniert. Rolf Oeser
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Das Restaurant „Schwarzer Stern“, hier hinter der Justitia, ist jetzt fertig saniert. Rolf Oeser

Architektur

Hochmoderne Ostzeile auf dem Römerberg in Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Die Stadt hat viel Geld für die Sanierung auf dem Römerberg ausgegeben. Restaurant Schwarzer Stern soll Mitte Juli öffnen. Sanierungsbedarf auch in Museen.

Mit Bauzäunen und abgedeckten Fassaden auf dem Frankfurter Römerberg soll jetzt erst mal Schluss sein. Nach mehr als fünfjähriger Bauzeit ist nun der letzte Abschnitt der Ostzeile fertig saniert worden. Die Stadt hat insgesamt 17,5 Millionen Euro investiert, um die vor allem bei Touristen so beliebte Fachwerkzeile technisch und energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Baudezernent Jan Schneider (CDU) wies am Donnerstag auf die Ungewöhnlichkeit der umfangreichen Sanierung hin: „Es war eine Baustelle, die man kaum gesehen hat.“ Denn um die Vorzeigefassaden der Stadt nicht zur komplett abgehängten Großbaustelle zu machen, wurde die Sanierung in sieben Abschnitte unterteilt.

Andrea Lotz-Bauscher, Leiterin des Projekts im Amt für Bau und Immobilien (ABI), verriet, dass es dabei durchaus auch das ein oder andere logistische Problem gegeben habe: „Die Ostzeile ist wie ein Eisberg.“ Die Menschen auf dem Römerberg sähen nur „die Puppenstube“. Doch unter der Erde gebe es nicht nur eine zweigeschossige Tiefgarage, sondern auch jede Menge Technik für Gewerbe, Gastronomie und die Wohnungen auf dem Römerberg. Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass es bereits gut 30 Jahre nach dem Wiederaufbau der Ostzeile einen so hohen Investitionsbedarf gab.

Ostzeile

Zum Gebäudeensemble mit sieben Fachwerkhäusern und drei postmodernen Anschlussbauten gehören 20 Wohnungen, zehn Gewerbebetriebe und drei Restaurants auf dem Römerberg und in der Saalgasse.

Historisch erstmals erwähnt werden die ältesten Gebäude im 15. Jahrhundert. Am 22. März 1944 bei Fliegerangriffen vollständig zerstört, entschloss sich die Stadt 1981 zum Wiederaufbau der markanten Ostzeile ote

Missstände hatte es bereits in den 90er Jahren gegeben. Bei einer Brandschutzbegehung im Jahr 2014 waren der Feuerwehr aber „auf einmal die Fenster nicht mehr breit genug zum Anleitern“, so Stadtrat Schneider. Auch die Sprinkleranlage und die Gebäudetechnik war in die Jahre gekommen.

Also entschloss sich die Stadt als Eigentümerin der Immobilien zu einer umfangreichen Sanierung, auch bei Technik, die womöglich noch ein paar Jahre durchgehalten hätte, wie etwa bei den Aufzügen. „Wir haben das Gebäudeensemble fit gemacht für die nächsten Jahrzehnte“, versprach Schneider. Sigrid Eichler, kommissarische Leiter des ABI, kündigte allerdings an, dass in naher Zukunft in einigen Museen der Stadt größere bauliche Maßnahmen anstünden. Im Museum für Moderne Kunst etwa sei die Technik so alt, dass es dafür schlicht keine Ersatzteile mehr gebe. Die Menschen auf der Ostzeile aber haben jetzt erst mal Ruhe. Vorbei die Zeit der Entbehrung, in der in Ausweichquartieren gewohnt oder Läden und Restaurants nicht betrieben werden konnten.

Als Letzter hat nun Gastronom Jürgen Laschewski sein Pachtobjekt wieder zurückerhalten. „Wir sind froh, dass wir wieder loslegen können, nach 20 Monaten haben wir so viel Energie getankt“, freut sich der Küchenchef des „Schwarzen Stern“. Im September 2019 hatte das geschichtsträchtige Restaurant schließen müssen. Die Pandemie war dann Fluch und Segen zugleich. Einerseits wäre das Restaurant über weite Strecken ohnehin geschlossen gewesen, andererseits zogen sich dadurch die Baumaßnahmen in die Länge. Mitte Juli, hofft Laschewski, solle es wieder losgehen.

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