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Das Stadtlabor des Historischen Museums lädt Frankfurterinnen und Frankfurter zum Mitmachen ein.
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Das Stadtlabor des Historischen Museums lädt Frankfurterinnen und Frankfurter zum Mitmachen ein.

Museen in Frankfurt

Historisches Museum in Frankfurt ist ein Haus für alle

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Die Stiftung „Lebendige Stadt“ zeichnet das Historische Museum in Frankfurt als eines der besten Heimatmuseen Deutschlands aus. Besonders gelobt wird dessen inklusiver Ansatz.

Das Historische Museum lädt Frankfurterinnen und Frankfurter zum Mitmachen und zum Austausch über ihre Stadt ein. Das Haus am Römerberg macht das so gut, dass die Stiftung „Lebendige Stadt“ es jetzt als eines der besten Heimatmuseen Deutschlands ausgezeichnet hat.

251 Museen hatten sich um die Auszeichnung der Stiftung beworben, die der Hamburger Unternehmer und Mäzen Alexander Otto im Jahr 2000 gegründet hat, um die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der Städte zu fördern. Sieger wurde das „Museum im Zumsteinhaus“ in Kempten im Allgäu. Das Historische Museum in Frankfurt, das Ostfriesische Teemuseum in Norden (Niedersachsen), das Stadtmuseum in Tübingen und das Porzellanwelten-Museum Leuchtenburg in Seitenroda (Thüringen) erhielten Anerkennungen.

Das Kemptener Museum und die vier übrigen ausgezeichneten Häuser unterschieden sich im Grad ihrer Zukunftsorientierung nur gering voneinander, sagte der scheidende Frankfurter Baudezernent Jan Schneider (CDU), der als Ratsmitglied der Stiftung „Lebendige Stadt“ gestern den mit 1000 Euro dotierten Preis an Museumsdirektor Jan Gerchow und Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) übergab. Er betonte, dass er der Bote der guten Nachricht sei, aber nicht Mitglied der siebenköpfigen Jury war, die über die Preisvergabe entschied.

Die Stiftung „Lebendige Stadt“ fördert mit diesen Auszeichnungen Museen, die es verstehen, Bürgerinnen und Bürger in die museale Arbeit einzubinden und so gesellschaftliche Veränderungen aufzugreifen. Und die bei der Vermittlung moderne Technologien einsetzen, die allen, auch Menschen mit Behinderungen, Zugang zu den Schätzen ermöglichen, die sie bewahren.

„Das Historische Museum zeigt eindrucksvoll, wie durch Partizipation und Inklusion ein kultureller Ort für alle geschaffen werden kann“, sagte Schneider. Kulturdezernentin Hartwig verwies darauf, dass das 1877/78 gegründete Haus seit seiner Neueröffnung 2017 in einem neuen Gebäude ganz neue Wege gehe. Als Beispiele nannte sie das Junge Museum, das Kindern und Jugendlichen mit Workshops und speziellen Führungen die Geschichte Frankfurts lebendig macht, und das Stadtlabor, in dem Frankfurter:innen gemeinsam mit Kurator:innen Ausstellungen entwickelten.

Mit „Gärtnern jetzt“ läuft etwa im Stadtlabor als Teil einer Ausstellungstrias zum Thema „Die Stadt und das Grün“ bis zum 10. Oktober eine Schau, an deren Entwicklung sich mehr als 50 Gärtnerinnen und Gärtner und ebenso viele Vereine, Projektgruppen und Initiativen, die mit diesen verbunden sind, beteiligt haben.

Der Begriff „Heimatmuseum“ sei wegen seines Missbrauchs durch die Nationalsozialisten lange mit Distanz betrachtet worden, sagte Museumsdirektor Gerchow. Doch Stadtmuseen komme heute gerade in Städten wie Frankfurt, in denen viele Bewohnerinnen und Bewohner Zugezogene seien, eine immer größere Bedeutung bei: „Sie erklären ihnen diese neue Heimat, und sie laden zur Teilhabe ein.“

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