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Ist es nicht zum Knuddeln, das Corona-Monster?

Für die Nachwelt

Historisches Museum Frankfurt sammelt für den Rückblick auf die Krise

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Historisches Museum Frankfurt ruft auf, Erinnerungstücke aus der Corona-Krise zu sammeln – als Zeitdokumente für die Nachwelt.

Ist es nicht possierlich mit seinem Zyklopen-Glubschauge und den zwei spitzen Hauern? Für einen Frankfurter und seine Familie jedenfalls ist das wollgewordene Virus „zu einem wichtigen Bild“ geworden. „Zu Beginn der Krise hat unsere Tochter dieses Corona-Monster gehäkelt und gebastelt.“ Kreaturen und Kreationen wie diese geben der Krise ein Antlitz, helfen gegen Langeweile und dabei, in dieser merkwürdigen Phase klarzukommen. Das Historische Museum Frankfurt (HMF) hat nun dazu aufgerufen, gemeinsam zu sammeln, „um in der Zukunft an die Zeit der Corona-Krise in Frankfurt zu erinnern“ und diese Episode „in der Stadtgeschichte festzuschreiben“.

Gesucht werden Bilder, Texte, Audios, Videos, Fotos, Objekte und Geschichten, die veranschaulichen, wie sich die Menschen mit der Corona-Pandemie auseinandersetzen und was in Frankfurt in dieser Situation wichtig ist und war. Zum Beispiel, all den Helferinnen und Helfern zu danken, den Ärzten, Pflegern, Kassierern, Postboten, Müllmännern, der Feuerwehr, der Polizei und allen „die zu Hause bleiben“, so wie auf dem gemalten Schild, das in natura an einem Gartenzaun im Nordend hängt und online bereits auf der Homepage des HMF zu sehen ist.

Dokumente und Zeugnisse der Corona-Zeit sammeln

Ob Schilder, Transparente, Fahnen oder Zettel: Momentan können Dokumente und Zeugnisse nur als Foto oder Video in digitaler Form gesammelt werden, das gilt auch für den selbstgenähten Mundschutz oder den Jutebeutel, mit dem man für die ältere Nachbarin einkaufen war. „Vieles ist denkbar“, heißt es im Aufruf des Museums, „auch Fotos des derzeitigen Familienlebens“: von Quarantäne, vom Schulalltag zu Hause, von Spielen, die gespielt werden, von all den kreativen Ideen und Aktionen, die der Ausnahmezustand hervorbringt.

Bilder können per E-Mail an das Museum geschickt werden, zusammen mit der dazugehörigen Geschichte, die regelmäßig veröffentlicht werden soll, auch über die sozialen Kanäle. Im „Stadtlabor digital“ entstehe darüber hinaus „eine wachsende, kollaborative Sammlung von Frankfurt-Wissen“. Welche Objekte das HMF schließlich in die Museumssammlung aufnehme, werde später entschieden.

historisches-museum-frankfurt.de

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