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Die Frankfurter Künstlerin baut ihr Plakat gegen Alltagsrassismus vor dem historischen Museum auf.
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Die Frankfurter Künstlerin baut ihr Plakat gegen Alltagsrassismus vor dem historischen Museum auf.

Historisches Museum

Historisches Museum Frankfurt: Künstlerin enttäuscht über Ausstellungsende

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Die Künstlerin Emma M. Ceren plädiert für eine Verlängerung der Schau über Rassismus im Historischen Museum. Pandemiebedingt war das Museum die meiste Zeit geschlossen.

Am Donnerstagnachmittag flatterte das schwarze Banner mit der weißen Schrift vor dem historischen Museum im Wind. „Alltagsrassismus bekämpfen, auch deinen eigenen“, steht darauf. Das Kunstwerk war Teil der jüngst zu Ende gegangenen Ausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst“, die sich mit Kolonialismus und Rassismus beschäftigt hatte.

Die Frankfurter Künstlerin Emma M. Ceren hat das Banner geschaffen und wollte es nun wieder der Öffentlichkeit präsentieren, denn die meiste Zeit war das Museum wegen der Pandemie geschlossen. Die Präsentation war aber auch ein Protest. „Ich bin enttäuscht, dass die Ausstellung nicht weiter verlängert wurde“, sagt sie.

Vom 1. Oktober bis 28. Februar sollte die Schau im Stadtlabor des Historischen Museums zu sehen sein. Später wurde sie bis zum 28. März verlängert. Die meiste Zeit war das Museum jedoch wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen. „Als die Ausstellung noch offen war, war sie gut besucht“, sagt Ceren. Mittlerweile ist das Historische Museum aber wieder für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein Zustand der mindestens noch bis zum 9. Mai andauern wird.

Die Künstlerin kritisiert nun, dass auch die nachfolgende Sonderausstellung vorerst niemand vor Ort zu Gesicht bekommen werde. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Rassismusausstellung noch zu sehen ist, wenn das Museum wieder aufmacht.“ Das Thema sei so wichtig und auch das Museum hat sich die rassismuskritische Arbeit auf die Fahnen geschrieben. „Den Worten müssen aber auch Taten folgen“, sagt Ceren. Eine zum Thema passende Ausstellung zu beenden, obwohl die Pandemie kaum Publikum zugelassen habe, sei da kein gutes Zeichen. „Sonst war das ganze nur eine Alibiveranstaltung“, moniert die Künstlerin.

Aus dem Historischen Museum heißt es auf Nachfrage, dass die Ausstellung einmalig verlängert worden sei. Dass sie analog nochmals wiederkehre, sei nicht geplant. Stattdessen gebe es aber eine digitale Besuchsmöglichkeit, die auch weiterhin bestehe. So könne man auf der Internetseite per Computermaus durch die Ausstellung gehen. Auch künftig werde es Onlineführungen zur Schau geben. Die nächste ist für den 25. April geplant. Die Teilnahme kostet fünf Euro.

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