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Siedlung in Praunheim

Hinz rechtfertigt Leerstand in Westhausen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Laut Hessens Umweltministerin soll bei Kaufentscheidungen kein Druck auf die Mieter ausgeübt werden.

Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat die Entscheidung der Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte verteidigt, Wohnungen in Westhausen zeitweise leerstehen zu lassen. Sie will 327 Reihenhäuser nach Möglichkeit veräußern und bietet sie den Mietern daher zum Kauf an.

In den Häusern gibt es in der Regel zwei kleine Wohnungen. Der Leerstand solle den Mietern der verbleibenden Wohnung in dem jeweiligen Reihenhaus ermöglichen, in Ruhe über einen Kauf der Immobilie nachzudenken, erläuterte Hinz. Den Leerstand nehme die Nassauische Heimstätte (NH) „in Kauf, um keinen Druck auf Mieter auszuüben“. Sollten sie sich gegen den Kauf entscheiden, könnten sie als Mieter darin wohnen bleiben.

Derzeit stehen nach Angaben von Ministerin Hinz 40 Wohnungen leer. Anwohner und örtliche Politiker in Westhausen hatten sich über den Leerstand beklagt.

Der Linken-Landtagsabgeordnete Hermann Schaus griff das Thema in der Fragestunde des Landtags am Dienstag auf. Schaus erkundigte sich bei der für Wohnungsbau zuständigen Ministerin Hinz, wie sie die Praxis „vor dem Hintergrund des dringenden Mangels an bezahlbarem Wohnraum den langjährigen Leerstand“ rechtfertige.

Hinz steht an der Spitze des NH-Aufsichtsrats. Ihr Stellvertreter ist der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Priska Hinz betonte, der Aufsichtsrat habe Ende vergangenen Jahres einstimmig den Beschluss bestätigt, die Häuser zum Verkauf anzubieten und dabei auch Leerstand in Kauf zu nehmen. Die NH hatte Ende 2013 damit begonnen, die Häuser zu verkaufen.

Ministerin Hinz berichtete, es seien inzwischen 69 Gebäude an Mieter verkauft worden. Weitere 30 Häuser seien an andere Interessenten veräußert worden. In 174 Fällen würden die Immobilien derzeit Mietern zum Kauf angeboten.

Den Verkauf der Häuser in der Siedlung Westhausen begründete Hinz mit anderen Prioritäten der Nassauischen Heimstätte. Reihenhaussiedlungen passten „nicht in das Portfolio“ der Gesellschaft, die mehrheitlich dem Land gehört. „Wir legen großen Wert darauf, in mehrgeschossige Mietshäuser zu investieren“, erläuterte die Ministerin.

Schon im Januar hatte eine NH-Sprecherin im Ortsbeirat 7 erklärt, dass die Wohnungen leer stünden, um keinen Druck auf die Entscheidung der Mieter auszuüben.

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