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Hilfe – was tun, wenn’s plötzlich regnet?

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Von: Thomas Stillbauer

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In London wusste man bis vor kurzem noch, was das ist: Regen.
In London wusste man bis vor kurzem noch, was das ist: Regen. © dpa

Die FR beantwortet die wichtigsten Fragen zu diesem neuartigen Phänomen am Himmel über Rhein-Main und gibt Verhaltenstipps.

Viele traf es am Mittwoch vollkommen unvorbereitet: Aus dem Himmel fiel etwas herab, das nur sehr, sehr alte Menschen noch kannten und von ihnen übereinstimmend als „Regen“ bezeichnet wurde. Es fühlte sich beinahe an wie Wasser – aber was ist es wirklich? Demnächst wird angeblich noch mehr davon fallen. Wie sollen wir damit umgehen? Die FR versucht, die wichtigsten Fragen zu beantworten.

Was ist das – Regen?
Das ist noch völlig unklar. Expertinnen und Experten arbeiten gerade an einer Erklärung. Kaum jemand, der heute in der Forschung tätig ist, hat schon gelebt, als es zum bisher letzten Mal regnete. Insofern steckt die Wissenschaft noch in den Kindergummistiefeln.

Wo kommt das her?
Aus sogenannten Wolken, heißt es. Das sind die weißen Kissen am Himmel, die man früher gelegentlich sah. Werden sie grau, lassen sie irgendwie Wasser raus.

Wie verhalte ich mich, wenn es regnet?
Kommt drauf an. Geraten Sie in ein Schwachregenereignis wie am Mittwochvormittag, lässt sich das mit der zurzeit propagierten Form des Duschens vergleichen: kalt und tröpfelnd. Einfach stehenbleiben und nass werden. Aber wenn es „richtig runtermacht“, wie man früher sagte, oder sogar „Hunde und Katzen regnet“, auch so ein altertümlicher Begriff für dieses Phänomen, dann sollten Sie sich schützen.

Was brauche ich dafür?
Mut. Und für den Ernstfall einen sogenannten Regenschirm, eine Art Dach mit einem Griff untendran. Fragen Sie mal Opa und Oma danach. Und nach wasserabweisender Kleidung. Klingt herzlos – heißt aber so.

Aber wenn mir so ein Hund auf den Kopf fällt oder eine Katze ...
Das ist relativ unwahrscheinlich – jedenfalls lässt sich ein solcher Fall in den Archiven nicht finden. Vermutlich handelt es sich um eine umgangssprachliche Übertreibung, ähnlich wie „Bindfäden regnen“, „aus Eimern schütten“ oder „Niederschlag“.

Niederschlag?!
So steht es geschrieben.

Wozu ist Regen denn gut?
Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass überall Wälder, Getreide, Wein und Blumen wachsen, wenn es regelmäßig regnet. Bäche würden wieder Wasser führen, Flüsse wären wieder Flüsse. Im Garten, diese braune Fläche, auf der Ihr Liegestuhl steht: Die wäre plötzlich grün! Langanhaltender Regen käme im Prinzip allen zugute – auch den Tieren. Unter bestimmten Umständen kann es sogar zu einem spektakulären Großereignis am Himmel kommen – einem „Regenbogen“, der alle Farben des Spektrums in sich vereinigt und an dessen Ende ein Topf mit Bitcoins steht. Früher soll es sich dabei um Gold gehandelt haben.

Unglaublich. Kostet das Geld, dieses Regen?
Opa schüttelt den Kopf.

Wieso regnet’s dann nicht öfter?
Da hat der Klimawandel was dagegen. Er will, dass der Sommer furztrocken und knallheiß bleibt, damit alles verdörrt und die Menschen ihre Städte komplett umbauen oder flüchten müssen, wenn sie nicht genauso eingehen wollen wie ihre Primeln. Der Klimawandel hasst uns. Er hat vor, uns alle fertigzumachen.

Furchtbar, dieser Klimawandel! Wer ist dafür verantwortlich?
Opa sagt: Ich. Und Sie. Und Ihr Nachbar mit dem geheizten Swimmingpool. Und die Leute auf den Kreuzfahrtschiffen. Und die mit den dicken Autos. Waldbrandzündler. Jeden-Tag-Fleisch-Esser. Die Regierung, die Autobahnen ausbaut und kein Tempolimit einführt. Putin. Bolsonaro. Kohlekraftwerke. Inlandsflüge... Hallo? Hören Sie überhaupt noch zu? Wo wollen Sie denn hin?

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