Die Preisträger 2019 im Kaisersaal in Frankfurt: die Turnerschaft Klein-Krotzenburg.
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Die Preisträger 2019 im Kaisersaal in Frankfurt: die Turnerschaft Klein-Krotzenburg.

Die FR spendet

Hilfe für vorbildliche Sportvereine

Schlappekicker fördert seit 1951 integrative Projekte.

Als der Schlappekicker gegründet wurde, 1951 war das, durchzogen noch Trümmergrundstücke die Stadt, auch sechs Jahre nach Ende des Krieges noch nicht wieder bebaut. Die Schlappekicker-Aktion ist ein Kind des Krieges und seiner schrecklichen Folgen: Anlass für ihre Gründung durch die Sportredaktion der Frankfurter Rundschau waren die Nöte vieler ehemaliger Sportler, durch den Krieg versehrt an Leib und Seele. So wurden zunächst vornehmlich ältere, bedürftige und kranke Menschen unterstützt, zumeist ehemalige aktive Sportler:innen oder an den Kriegsfolgen leidende Mitarbeiter:innen in Sportvereinen. Sie wurden bei der Schlappekicker-Weihnachtsfeier mit Geschenken und Spenden bedacht, einigen wurde ein Zuschuss zu Heizkosten bezahlt, zudem wurden gemeinsame Ausflüge und Theaterabende veranstaltet.

Heute gibt es keine Baulücken mehr in Frankfurt, oder wenn, dann stehen bereits Kräne darin, um Höheres und Glänzenderes an Stelle des Alten zu setzen. Die Schlappekicker-Aktion gibt es weiterhin, natürlich unter anderen Vorzeichen, aber mit dem gleichen Ziel, nämlich da zu helfen, wo Hilfe notwendig ist. Um unverschuldet in Not geratenen Sportler:innen zu helfen, und, zusätzlich seit nunmehr drei Jahrzehnten, um Sportvereine und –initiativen zu unterstützen, die sich in ihrem Alltag in vorbildlicher Weise für die gesellschaftlichen und integrativen Aufgaben des Sports engagieren, die mit Migranten arbeiten, mit benachteiligten Kindern, die an Obdachlose denken oder sich um Menschen mit geistigem oder körperlichem Handicap kümmern.

Der Schlappekicker selber, geboren als Kind des Krieges und der FR-Sportredaktion, ist nun, wenn man so will, ein Kind der gesamten großen Sportfamilie des Rhein-Main-Gebietes. Fest verwurzelt in der Stadt und der Region, zählen Vertreter der Topvereine ebenso zu den Mitgliedern wie prominente Verbandsvertreter, Kenner der städtischen Sport-Verhältnisse und FR-Sportredakteure.

Wie Sie helfen können

Der Schlappekicker hilft seit mehr als 65 Jahren Sportlerinnen und Sportlern, die unverschuldet in Not geraten sind. Zudem fördert die FR-Aktion Sportvereine und -initiativen, die sich in besonderer Weise gesellschaftlich engagieren.

Wenn Sie mehr über die aktuellen Projekte der Schlappekicker-Aktion, deren Historie, prominente Förderer und die Satzung wissen wollen, finden Sie uns im Internet unter folgendem Link: fr.de/ueber-uns/schlappekicker Spendenkonto: Schlappekicker-Aktion Frankfurter Volksbank IBAN: DE64 5019 0000 6700 9870 25 BIC: FFVBDEFF

Entsprechend vielfältig ist auch das Schlappekicker-Leben, an dem Mitglieder und Spender:innen regen Anteil nehmen: Einmal im Jahr, seit 1998, sind sie dabei, wenn der Schlappekicker-Preis verliehen wird. Seit geraumer Zeit im Kaisersaal des Frankfurter Römers vor der versammelten Sportprominenz der Region an einen Sportverein oder eine gemeinnützige Sportinitiative für vorbildliches gesellschaftliches Engagement. Mit 5000 Euro ist er dotiert, die Summe wird zweckgebunden für das Projekt vergeben.

Drei Integrationspreise von jeweils 3000 Euro werden alljährlich beim Spiel- und Sportfest der Stadt an Vereine verliehen, die sich um Inklusion, die Arbeit mit Menschen, vornehmlich Kindern, mit Handicap verdient gemacht haben. Bis zu 2000 Euro gibt der Schlappekicker für einzelne Initiativen, Blindenfußballer zum Beispiel, Sportprojekte in sozialen Brennpunkten, die Bolzplatzliga oder für ein Pilotprojekt der Nachwuchsschulung für Jungschiedsrichter:innen.

Woher kommt das Geld? Ausschließlich aus Spenden, lautet die Antwort. Der Schlappekicker-Verein ist darauf angewiesen, dass Menschen und Institutionen durch ihre Spenden die Arbeit mit großen und kleinen Beträgen unterstützen. Ein wichtiger Spender ist der Schirmherr der Schlappekicker-Aktion, Eintracht-Legende Charly Körbel. Der Bundesliga-Rekordspieler organisiert jedes Jahr ein Benefizspiel mit den Stars der Eintracht-Traditionsmannschaft, dessen Erlös dem Schlappekicker gespendet wird.

Und wohin geht der Schlappekicker? Trotz der schweren Zeiten optimistisch in sein 70. Jahr. Wo es Not gibt, gibt es Hilfe, und wo Menschen helfen, gibt es Spender:innen, die diese Hilfe unterstützen – diese Gewissheit aus den vergangenen Jahrzehnten lässt uns zuversichtlich in eine durchaus ungewisse Zukunft schauen – gerade in einem Jahr, in dem aufgrund der Corona-Krise leider alle Schlappekicker-Veranstaltungen und -Feiern in größerem Rahmen abgesagt werden mussten.

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