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Hilfe für mehr als 100 Projekte in Frankfurt

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Von: Thomas Stillbauer

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Die „Junge Paulskirche“, eines von vielen Projekten der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.
Die „Junge Paulskirche“, eines von vielen Projekten der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. © Renate Hoyer

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft gibt 1,2 Millionen für gemeinnützige Zwecke. Der Großteil geht an die Kultur - und ein Sondertopf an ukrainische Geflüchtete.

Musik und Forschung, Tanz und soziales Engagement: Fördermittel für 113 gemeinnützige Projekte in Frankfurt hat die Stiftung Polytechnische Gesellschaft im Jahr 2022 vergeben.

Damit setzte die 2005 gegründete Stiftung ihr Prinzip fort, neben den eigenen operativen Projekten – etwa dem Deutschsommer, den Stadtteil-Botschaftern und der Jungen Paulskirche – auch gute Ideen anderer Träger zu unterstützen. Auf diese Weise gingen im vergangenen Jahr insgesamt 1,2 Millionen Euro an die geförderten Projekte.

Darunter waren etwa ein Sondertopf zur Unterstützung ukrainischer Geflüchteter und viele kleine und große Initiativen aus Bildung und Kultur. „Alles, was wir machen, zahlt in die Teilhabe an der Gesellschaft ein“, erklärt Frank E.P. Dievernich, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, das Konzept. „Mit unserer Förderarbeit wollen wir das Kreativpotenzial und das Engagement der Frankfurter Stadtgesellschaft unterstützen.“ Die finanzielle Hilfe solle breit gefächert dazu beitragen, dass gute Ideen möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zugutekommen.

Eine solche Idee war beispielsweise die 2022 eröffnete „AHA?! Forschungswerkstatt“ im Senckenberg-Naturmuseum. Da kann das Publikum selbst aktiv werden und mit Forschenden in Kontakt kommen. Beteiligt war die Stiftung auch an der Demokratiemesse „Get involved“ des StadtschülerInnenrats und des Frankfurter Jugendrings, am „Atelier 1318“ der Freien Kunstakademie, am Projekt „Junge Kantorei für junge Ohren“, an den Familienkonzerten von Musica+, am Literaturvermittlungsprojekt „Wörtermeer“ und an der Arbeit der Tanzplattform Rhein-Main – denn die Kultur erhält den größten Anteil der Förderung.

Aber auch das Engagement in den Stadtteilen soll gestärkt werden, mit Hilfen etwa für das Erzählcafé und die Quartierspaziergänge des Ginnheimer Vereins „saloonY“, für Sozialprojekte der Initiative „Needs for Nied“ oder den Workshop „Fit für die Zukunft – unsere Vereine in Sossenheim“.

100 000 Euro stellte die Stiftung als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine zur Verfügung, um ukrainischen Geflüchteten in Frankfurt zu helfen. Das Geld ging an zehn verschiedene Projekte; es ermöglicht psychosoziale Beratung, Sprachkurse sowie Hilfe für ukrainische Kinder und Jugendliche, wie die Polytechnische berichtet. „Mit unserer Förderarbeit haben wir ein offenes Ohr für die Bedarfe der Stadtgesellschaft und unterstützen wirkungsvolle Projekte aus dem gemeinnützigen Sektor“, sagt Daphne Lipp, Bereichsleiterin Fördermanagement und Antragswesen. Seit 2005 habe die Stiftung Polytechnische Gesellschaft über eigene Projekte hinaus mehr als 20 Millionen Euro an gut 1400 vielversprechende Vorhaben in Frankfurt vergeben.

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