Kampagne für Frankfurter Institution

Hilfe für Club Voltaire

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Unterschriftensammlung für den linken Treffpunkt, dem Bürgermeister Uwe Becker (CDU) die finanzielle Unterstützung der Stadt streichen möchte.

Der Club Voltaire, traditionsreicher linker Treffpunkt in der Stadt, sammelt UnterstützerUnterschriften unter dem Motto „Es geht um die Meinungsfreiheit!“ Frankfurts Bürgermeister und Kämmerer Uwe Becker (CDU) will der Institution die städtischen Zuschüsse streichen.

Hintergrund ist eine Podiumsdiskussion vom 15. Oktober, die aus Sicht Beckers der Israel-Boykottbewegung BDS als Plattform gedient hatte. Der Club als Mitveranstalter und die beteiligten Organisationen wie die Ärzte-Vereinigung IPPNW bestreiten das und sagen, ihnen sei es um Meinungsfreiheit gegangen. Die Unterschriften-Aktion nennt den Club eine „Bereicherung für unsere Stadt“. Er müsse erhalten bleiben.

Die finanzielle Förderung durch die Kommune solle mindestens in gleicher Höhe bestehen bleiben. Sie liegt bei lediglich 30 000 Euro im Jahr.

„Hände weg vom Club Voltaire“, heißt es auch bei den Linken im Römer. Sie forderten den Bürgermeister auf, die Angriffe gegen den Club sofort zu beenden. Becker ertrage offenbar keinen Ort der Gegenöffentlichkeit in Frankfurt, dem Aufklärung als Voraussetzung für Emanzipation und Veränderung gelte. Der Club leiste einen wertvollen Beitrag zu gesellschaftlichen Debatten. 

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