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Das galt es zu erraten: Menschen, Äpfel, Sensationen.

Bilderrätsel

Hier die Äpfel, da die Trauben

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Man konnte leicht durcheinanderkommen diesmal. Da, wo unser rätselhaftes Foto aufgenommen wurde, gibt es nämlich zwei einander ganz ähnliche Motive.

In Krisen wie diesen ist auf zweierlei Verlass. Erstens: Sauer macht lustig (Frankfurter Apfelwein). Zweitens: Lesen macht klug (FR-Leserinnen und -Leser). Beides verbindet sich heute trefflich in der Auflösung unseres Bilderrätsels.

Beim gesuchten Wandbild handelt es sich um das epochale Werk „Apfelernte in Amorbach“, ein Mosaik von Max Georg Rossmann, und bei dem gesuchten Tor um jenes, das aus dem Innenhof des Römers nach Süden hinausführt. Ein Tor der Eintracht, wie bis Samstagvormittag noch hoffnungsvoll vermutet, konnte es aktuell nicht mehr gewesen sein, denn am Samstagnachmittag in München hat die Eintracht ja keines … aber lassen wir das.

87 Kennerinnen und Kenner haben diesmal beim Rätsel mitgemacht. Abziehen müssen wir einen „Lohrberg“, die anderen lagen fast alle richtig. Manche wussten sogar den Titel des Bildes, was gar nicht mal so leicht war. Aber Obacht: Es gibt gleich zwei Rossmann-Werke in dem Innenhof. Manche glaubten, dieses Mosaik sei über dem Torbogen zum Paulsplatz zu sehen, aber da prangt ein anderes Motiv: die „Traubenlese in Hochheim“. Was ja auch ausgesprochen wichtig ist, aber eben meist ohne Äpfel vonstatten geht.

Und da ist das Ding: der Römer-Innenhof mit Tor nach Süden und Wandmosaik.

Eine Rätselfreundin wusste sogar von der ehemaligen Römergasse zu berichten, die dort verlief und auf der die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger Wegerecht besaßen.

Der Künstler Rossmann, 1861 in der Oberpfalz geboren, kam 31-jährig nach Frankfurt und legte erstaunlich breitgefächerte Talente an den Tag. So beschäftigte er sich nicht nur mit Gemälden, er entwarf auch Kostüme für die Bayreuther Festspiele – für den „Fliegenden Holländer“. Später ließ er sich im malerischen Amorbach im Odenwald nieder, wo er 1926 starb.

Zuschriften mit Rätsellösungen erreichten uns wieder einmal aus allen Himmelsrichtungen bis hinauf an die Nordseeküste nach Jever, im Südwesten nach Nackenheim und im Südosten nach, Moment, wie hieß diese Stadt … richtig: Offenbach – und von dort stammt auch unser heutiger Rätselkönig, frisch von der Glücksfee gezogen: Alexander Metternich! Applaus, Applauuuus! Die Siegestrophäe ist praktisch schon auf dem Weg zu Ihnen.

Und wir alle lesen uns dann beim nächsten Mal, wenn es im Bilderrätsel wieder heißt: Das habe ich doch schon mal irgendwo gesehen – ich bin ziemlich sicher: in Frankfurt.

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