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Das Raab-Karcher-Areal eignet sich aus Sicht des Landes nicht als Bühnenstandort.
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Das Raab-Karcher-Areal eignet sich aus Sicht des Landes nicht als Bühnenstandort.

Kultur

Land sieht Bühnen im Osthafen kritisch

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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In einem Brief fordert der zuständige Staatssekretär eine Stärkung des Osthafens in Frankfurt. Dem stünde ein Neubau der Bühnen entgegen.

Das hessische Wirtschaftsministerium spricht sich gegen einen Neubau der Städtischen Bühnen auf dem Raab-Karcher-Areal im Osthafen aus, wie ihn die Frankfurter CDU favorisiert. Das geht aus einem Brief des Staatssekretärs Jens Deutschendorf (Grüne) an das Frankfurter Planungsdezernat hervor, der bereits am 7. Oktober verfasst wurde. Aus Sicht der obersten Hafen- und Planungsbehörde weist Deutschendorf darauf hin, dass er eine kulturelle Nutzung oder eine Wohnbebauung im Osthafen „äußerst kritisch“ sehe.

Eine kulturelle Nutzung oder der Wohnungsbau widersprächen dem Landesentwicklungsplan, der eine Stärkung des Hafens vorsehe. „Sämtliche Bestrebungen, durch etwaige Planungsarbeit hafenfremde Nutzungen anzusiedeln, werden daher mit Besorgnis verfolgt“, heißt es in dem Schreiben. Gleiches gelte für das Heranrücken „schutzbedürftiger Nutzungen“ an das Hafenareal. Schutzbedürftige Nutzungen sind unter anderem Wohnungen, für die schärfere Lärmschutzbestimmungen gelten als für Büros und Gewerbe.

Diskussion

Das Deutsche Architekturmuseum diskutiert über die Zukunft der Städtischen Bühnen. Der Titel der Veranstaltung ist „Welche Bühnen für das 21. Jahrhundert?“.

Es nehmen teil: Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) Marcus Lobbes, der künstlerische Leiter der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund, Bernd Loebe, der Intendant der Oper Frankfurt, Nora Schmid, die Intendantin der Oper Graz, Anselm Weber, der Intendant des Schauspiels Frankfurt.

Die Diskussion findet am Donnerstag, 4. Februar, um 19 Uhr statt. Sie wird per Livestream unter http://dam-online.de/buehnen-der-zukunft übertragen. fle

Der Staatssekretär verweist auch auf das nationale Hafenkonzept des Bundes für die See- und Binnenhäfen aus dem Jahr 2015, das ebenfalls eine Stärkung der Häfen vorsehe. So sollten unter anderem Wohnungen nicht in Hafengebieten angesiedelt werden. Deutschendorf schließt mit der „dringenden Bitte“, die Position des Wirtschaftsministeriums zur Stärkung der Häfen in die städtebauliche Planung einzubeziehen.

Das Planungsdezernat weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass es derzeit keinen Bebauungsplan für Wohnungen oder die Bühnen im Osthafen verfolge.

„Sachlich ist der Hinweis aus Wiesbaden sehr richtig, und eine Abweichung vom Landesentwicklungsplan ist keine Lappalie“, urteilt die kulturpolitische Sprecherin der SPD, Renate Wolter-Brandecker. Sie gehe davon aus, dass die „krude Idee“, die Bühnen im Osthafen anzusiedeln, „nun endgültig vom Tisch ist“.

Die Stabsstelle Städtische Bühnen prüft derzeit fünf mögliche Standorte für den Neubau. Eine Variante ist der Neubau der kompletten Bühnen auf dem Grundstück Mayfarthstraße 14 im Osthafen: der Vorschlag der CDU. Die zweite Variante ist ein Neubau der Oper am Willy-Brandt-Platz mit dem Neubau des Schauspiels in den Wallanlagen gegenüber: der Vorschlag der Grünen. Hinzu kommt der SPD-Vorschlag zur Kulturmeile: Neubau des Schauspiels am Willy-Brandt-Platz und Neubau der Oper auf dem Grundstück Neue Mainzer Straße 47-51 als dritte Variante.

Variante vier ist der Neubau der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz; Variante fünf der Neubau des Schauspiels auf dem Opernplatz 2 gegenüber der Alten Oper und Neubau der Oper am Willy-Brandt-Platz. Die Veröffentlichung der Prüfungsergebnisse steht noch aus.

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