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Hessen: Regisseur Volker Schlöndorff mit Ehrenpreis ausgezeichnet

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Von: Kathrin Rosendorff

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Volker Schlöndorff (82) will seinen Preis persönlich abholen. Foto: dpa
Volker Schlöndorff (82) will seinen Preis persönlich abholen. © dpa

Der Hessischer Film-und Kinopreis, der im vergangenen Jahr nur digital stattfand, soll diesmal nicht in der Frankfurter Alten Oper, sondern mit nur 350 Gästen im Offenbacher Capitol stattfinden. Aber auch hier ist ein roter Teppich geplant.

In diesem Jahr wird es wieder einen roten Teppich geben und Selfies mit Stars sind möglich. Drinnen darf sogar getanzt werden. Ob Regisseur Volker Schlöndorff beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis auch tanzt, wird sich zeigen. Der 82-Jährige will auf jeden Fall kommen, erzählt Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) am Dienstag in Frankfurt. Schlöndorff wird nämlich am Abend des 22. Oktober mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ausgezeichnet.

Im vergangenen Jahr war der Filmpreis pandemiebedingt eine rein digitale Veranstaltung. Diesmal werde wieder gefeiert, aber sie seien noch vorsichtig, betont Dorn. Und so werden nur rund 350 geladene Gäste dabei sein können. 2019 waren es rund 1500. Es wird deshalb diesmal nicht in der Frankfurter Alten Oper, sondern im kleineren Offenbacher Capitol unter 2-G-Regeln gefeiert. Zudem gibt es einen Live-Stream. „Dann kann man auch zu Hause im Abendkleid die Veranstaltung verfolgen“, so Dorn.

Die Bedeutung des gebürtigen Wiesbadeners Schlöndorff für den deutschen Film sei unschätzbar, er werde weltweit für sein Wirken anerkannt, so die offizielle Begründung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Für „Die Blechtrommel“ erhielt Schlöndorff 1980 den Oscar. Geehrt werde „ein großer intellektueller Geist, der so leidenschaftlich wie einnehmend die Belange der Filmkultur vertritt“. Der Preis ist undotiert. Dorn hat sich entschieden, dass der mit 7500 Euro dotierte Newcomerpreis an den 31-jährigen Regisseur Aliaksei Paluyan geht. Der in Belarus geborene Paluyan kam 2012 nach Kassel, um Regie zu studieren. Sein aktueller Dokumentarfilm „Courage“ zeigt die Proteste in Belarus gegen Machthaber Lukaschenko. Der für die Teilnahme an der Berlinale 2021 ausgewählte Film gehöre zu den mutigsten Filmen. „Den Filmstoff konnte er gerade so noch in Sicherheit bringen“, sagt Dorn.

In der Kategorie Spielfilm wurden zudem der in Frankfurt gedrehte „Le Prince“ von Lisa Bierwirth, „Youth Topia“ von Dennis Stormer und „Borga“ von York-Fabian Raabe nominiert. Im Bereich Dokumentarfilm konkurrieren „The Other Side of the River“ von Antonia Kilian, „Courage“ von Aliaksei Paluyan sowie „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth. Nominiert ist in der Kategorie Hochschulfilm unter anderem „First Work, then Play“ der 26-jährigen Offenbacherin Brenda Lien. Als beste Schauspielerin den Fernsehpreises des Hessischen Rundfunks sind Britta Hammelstein in „Heute stirbt hier Kainer“ , Anne Ratte-Polle in „Tatort: Die Ferien des Monsieur Murot“ sowie Felicitas Woll in „Du sollst nicht lügen“ nominiert.

Als bester Schauspieler gehen Jens Harzer in „Ruhe! Hier stirbt Lothar“, Trystan Pütter in „Ku’damm 63“ und Martin Wuttke in „Heute stirbt hier Kainer“ ins Rennen.

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