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Hessen: Psychologische Hilfe für Schulkinder

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Von: Peter Hanack

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Jugendliche haben es auch nicht leicht. Lernen zu Hause.
Jugendliche haben es auch nicht leicht. Lernen zu Hause. © Michael Schick

Das hessische Landesprogramm „Löwenstark“ soll helfen, pandemiebedingte Defizite auszugleichen.

Die Corona-Krise hat nicht zuletzt Schüler und Schülerinnen stark belastet. Nicht allein Lernrückstände sind dabei von Bedeutung, sondern auch der Mangel an persönlichen Kontakten und gemeinsamen Unternehmungen. Auch die Psyche vieler Kinder und Jugendlicher hat dadurch gelitten.

Das hessische Landesprogramm „Löwenstark“ soll helfen, pandemiebedingte Defizite auszugleichen. Dazu gehört die psychologische Unterstützung der Schulen. Wie das Kultusministerium mitgeteilt hat, zählt dazu auch das vor kurzem angelaufene Programm „Safe Place“.

Dieses Programm bietet die gemeinnützige Organisation Natal an. Die Abkürzung steht für das Israel Trauma Center for Victims of Terror and War, also das israelische Traumazentrum für die Opfer von Terror und Krieg. Es zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern zur Stressbewältigung zu stärken. Geübt werden soll auch der vorsorgliche Umgang mit Belastungssymptomen. Umgesetzt werden soll das Programm laut Kultusministerium von eigens dafür qualifizierten Schulpsychologinnen und -psychologen.

Gerade jetzt müsse auch die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Schulen in den Blick genommen werden, betont der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Durch die Zusammenarbeit mit Natal sei es möglich, ein entsprechendes Angebot insbesondere für die Klassenstufen vier bis sieben zu verwirklichen.

Begleitet und qualifiziert werden die Psycholog:innen durch das Kompetenzzentrum Schulpsychologie Hessen an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt zusammen mit Natal. Die Hochschule steuert auch die wissenschaftliche Evaluation des Einsatzes von Safe Place bei. Der wissenschaftliche Leiter des Zentrums, Gerhard Büttner, hofft auf „eine große Resonanz seitens der Schulen, um möglichst viele Klassen intensiv fördern und viele Erkenntnisse über die Wirksamkeit des Programms gewinnen zu können“. Beginn ist im Frühjahr.

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