Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Was das in der Realität bedeutet? Ein Beispiel: Herzinfarkt, ein Notfall, der Patient muss reanimiert werden. Je schneller er in einem Krankenhaus versorgt wird, desto besser.
+
Was das in der Realität bedeutet? Ein Beispiel: Herzinfarkt, ein Notfall, der Patient muss reanimiert werden. Je schneller er in einem Krankenhaus versorgt wird, desto besser.

Corona

Planbare OPs verschoben

  • Sarah Bernhard
    VonSarah Bernhard
    schließen

Es werden verbindliche Kriterien gefordert. Neue Warteliste entstehen.

Angesichts knapper Krankenhauskapazitäten wegen der Corona-Pandemie werden auch in den hessischen Krankenhäusern immer mehr planbare Operationen verschoben. Das bestätigte der Direktor der Hessischen Krankenhaus-Gesellschaft, Steffen Gramminger. Die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen mache dies notwendig. „Auch wenn wir aufgrund unserer sehr guten Kommunikation unter den Krankenhäusern und deutlich besseren Meldestrukturen besser auf Sicht fahren können als vor einem Jahr, müssen auch die hessischen Krankenhäuser planbare Behandlungen verschieben.“ Nur so seien die notwendigen Kapazitäten vorzuhalten, so Gramminger.

In Frankfurt funktionieren die Kliniken in etwas, das man einen „leicht verschärften Corona-Modus“ nennen könnte: Weil seit Pandemiebeginn eine bestimmte Anzahl der Stations- und Intensivbetten für Corona-Patient:innen vorgehalten werden muss, sank die Zahl der verfügbaren Betten für Nicht-Corona-Patient:innen. Noch gibt es davon genug, so dass viele Operationen stattfinden können, auch geplante. Notfälle können ebenfalls versorgt werden. Doch auch Frankfurts Kliniken stehen kurz davor, wegen Überlastung einen Großteil der Operationen verschieben und Patient:innen abweisen zu müssen. Und sie rechnen damit, dass das in Kürze auch passieren wird.

Was das in der Realität bedeutet? Ein Beispiel: Herzinfarkt, ein Notfall, der Patient muss reanimiert werden. Je schneller er in einem Krankenhaus versorgt wird, desto besser. Die Rettungssanitäter:innen geben seine Daten in Ivena ein, ein System, das Patient:innen in Hessen in guten Zeiten das geeignetste und vor allem nächstgelegene Krankenhaus zuweist. Doch schon seit Wochen zeigt es vor allem an, wo überhaupt noch ein Platz auf einer Intensivstation frei ist.

Bisher fände sich für jeden Notfall in der Regel noch Platz, sagt Jens Büttner, der stellvertretende Rettungsdienstleiter des DRK. Es komme aber mittlerweile auch „durchaus häufiger“ vor, „dass weiter entfernte Krankenhäuser angefahren werden müssen“.

„Auch wenn die Lage in Hessen noch nicht so kritisch wie zum Beispiel in Bayern ist, verschärft sie sich auch hier zunehmend“, sagt Christoph Lunkenheimer, Sprecher des Uniklinikums. „Steigen die Fallzahlen weiter deutlich, werden Patienten, die eine akutmedizinische Versorgung brauchen, unter Umständen nicht im angestrebten Zeitintervall die geeignete Versorgung finden.“ In diesem Fall könnte es dann auch dazu kommen, dass „tagesaktuell Leistungen priorisiert werden müssen“, sprich: zu Triagen. Bisher blieb Frankfurt davon verschont.

Während Akutpatient:innen zumindest im Moment noch versorgt sind, werden manche derer, die auf eine Operation warten, wie schon in der zweiten und dritten Welle, bereits auf die Zeit nach der vierten Welle vertröstet. „Die damals entstandenen Wartelisten sind mittlerweile abgearbeitet worden“, sagt Robert Eberle, Sprecher des Höchster Klinikums. „Doch nun entstehen schon wieder neue.“ (mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare