Klimaschutz

Heilig sieht Frankfurter Klimaallianz auf dem Weg

  • Thomas Stillbauer
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Die Umweltdezernentin legt einen ersten Bericht vor – er zeigt, was bisher geschah und dass noch viel zu tun ist.

Es war eine Zeit, in der es kein heißeres Streitthema in der Stadt gab als die Klimapolitik: Vor einem Jahr beschloss der Magistrat die Frankfurter Klimaallianz, um die Folgen der globalen Erwärmung zu mildern. Absprachegemäß hat Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) nun den ersten Ergebnisbericht vorgelegt, dem die Stadtregierung am Freitag zustimmte.

Er umfasst nicht speziell, was seit dem Start der Klimaallianz geschah, sondern was in der Stadt bisher alles von verschiedenen Seiten angekurbelt wurde – etwa eine Untersuchung zur klimagerechten Stadtentwicklung anhand von elf Baugebieten, die bereits im Dezember 2019 abgeschlossen wurde. Die Teilkonzepte sollen als „Blaupause“ für künftige Baugebiete dienen, vor allem in Bezug auf Energieeffizienz. Stichwort: dichte, kompakte Stadt mit kurzen Wegen. Heizung und Mobilität gelten als wichtige Klimafaktoren. Zum geplanten Klimaschutzfonds gebe es eine erste Bestandsanalyse, so Heilig. Energiesparpläne beträfen unter anderem Schwimmbäder und öffentliche Gebäude. Die Notwendigkeit des Ausbaus von Photovoltaik, ÖPNV und Ladestationen sei erkannt. Lastenfahrräder würden gefördert.

„Durch die Rückmeldungen haben wir jetzt eine hervorragende Grundlage, in die Umsetzung der Klimaallianz zu gehen“, urteilt die Umweltdezernentin: „Die Klimaallianz nimmt Fahrt auf.“ Derzeit bereite das Umweltdezernat eine Ausschreibung für eine externe Prozessbegleitung vor; sie soll eine möglichst neutrale Moderation bei Konfliktpunkten gewährleisten.

Da böte sich wahrscheinlich die Frage an, wann die Bahnen wieder mit Ökostrom fahren und nicht mehr mit Kohleenergie. Auf eine Kündigung der Kohlekraftlieferung an die VGF habe sich die Koalition bisher jedenfalls nicht einigen können, hieß es auf Nachfrage aus dem Umweltdezernat.

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